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#Hölle Nord
- SG und Hannover mit jeweils 39 Treffern

Kein Polster im Torrausch

Die ersten 60 Minuten im Viertelfinale der EHF European League sind gespielt. Die SG Flensburg-Handewitt trennte sich am Mittwochabend von der TSV Hannover-Burgdorf mit 39:39 (20:19). Die zweite Partie wird am kommenden Dienstag ab 18.45 Uhr in Hannover ausgetragen. Die besten Torschützen der SG im Hinspiel waren Simon Pytlick (8) und Emil Jakobsen (8/3).

Die Hallenuhr streikte etwas, die beiden Mannschaften keinesfalls. Mehrere Paraden von Kevin Møller wie auch die Tore von Johannes Golla und Niclas Kirkeløkke, der gleich zwei Mal traf, lösten die ersten Jubelarien in der gut halbvollen „Hölle Nord“ aus. Blitzschnell führte die SG mit 3:0, fand sich dann aber in einer frühen Unterzahl wieder. Die nutzten die Gäste und glichen wieder aus. Das Spiel hatte eine rasche Torfolge. Beim 10:11 – es war erst eine Viertelstunde absolviert – führte Hannover das erste Mal. „Ole, ole – die SGW!“ Die Unterstützung aus dem Publikum war vorhanden. Mit einem Zwischenspurt übernahmen die Hausherren wieder das Zepter, konnten sich aber nicht absetzen. Beim 14:14 nach 20 Minuten das erste Team-Timeout der SG. Direkt danach stockte der Spielfluss kurz, dann schnellte der Torzähler wieder hoch. Johannes Golla markierte vom Kreis die 20:19-Pausenführung.

Herzschlag-Finale ohne Sieger
Mit einem Mini-Polster ging es in die Kabine. Was würde der zweite Abschnitt bringen? Er begann in jedem Fall gut. Niclas Kirkeløkke schloss den ersten Angriff erfolgreich ab. Auch die nächsten endeten mit Jubel. Per Gegenstoß erhöhte Emil Jakobsen auf 24:21. Die Bank von Hannover betätigte den Buzzer. „Einmal Flensburg, immer Flensburg“, skandierten die Fans. Die Unterbrechung tat den „Recken“ gut. Nach sieben Minuten sah Aleš Pajović den geeigneten Zeitpunkt für eine kurze Besprechung. Es hieß 27:28. Danach stand Benjamin Burić vor ein paar Minuten zwischen den Pfosten. Im Angriff zeigte die SG viel Entschlossenheit, hinten allerdings fehlten die Erfolgserlebnisse. Hannover erreichte als erstes Team die 30er Marke und führte sieben Minuten vor dem Ende mit 36:34. Simon Pytlick und Emil Jakobsen sorgten für einen raschen Ausgleich und viel Stimmung unter dem Hallendach. Die rote Karte gegen Niclas Kirkeløkke war hingegen ein Dämpfer. 50 Sekunden vor Ultimo erzielte Emil Jakobsen vom linken Flügel das 39:39. Es war das letzte Tor des Tages, da die Deckung dieses Mal dem Gegner keine Chance mehr gönnte.

SG Flensburg-Handewitt – TSV Hannover-Burgdorf 39:39 (20:19)
SG Flensburg-Handewitt: Burić (2 Paraden, 42.-52.), K. Møller (11 Paraden) – Pytlick (8), Golla (6), Kirkeløkke (5), Grgić (6), Tønnesen (4), Jakobsen (8/3), Blagotinšek, Novak (2), L. Møller
TSV Hannover-Burgdorf: Gade (bei zwei 7m), Birlehm (13 Paraden, 1 Tor) – Tissier (5), Poulsen, Uscins (3), Pedersen (11/4), Steinhauser (2), Edvardsson (6), Stutzke (3), Solstad (1), Fischer (6), Feise, Weber (1) 
Schiedsrichter: Petursson/Thrastarson (Island); Zeitstrafen: 8:8 Minuten (Kirkeløkke 4, Golla 2, Blagotinšek 2 – Poulsen 4, Solstad 2, Feise 2); Rote Karte: Kirkeløkke (57., Foulspiel); Siebenmeter: 4/3:4/4 (Jakobsen an die Latte); Zuschauer: 3543
Spielverlauf: 3:0 (4.), 4:1 (5.), 4:4 (6.), 6:4 (7.), 7:6 (10.), 9:7 (12.), 9:9 (13.), 10:11 (15.), 13:11 (18.), 14:12 (19.), 14:14 (20.), 16:15 (25.), 17:17 (28.), 19:18 (29.) – 21:19 (31.), 22:21 (34.), 24:21 (35.), 25:22 (36.), 25:25 (39.), 27:26 (41.), 27:28 (42.), 29:29 (44.), 30:31 (48.), 31:33 (50.), 33:34 (52.), 34:36 (53.), 36:36 (55.), 37:38 (58.), 38:39 (59.)

Erstellt von ki