SG Spieler in einer Reihe stehend von hinten fotografiert
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#Moin Moin, Europe
- Fabel-Viertelstunde im Playoff Hinspiel vom Youngster

„Joker“ Thilo Knutzen führt SG zum Sieg

Die SG Flensburg-Handewitt hat im Playoff Hinspiel der EHF European League beim dänischen Vertreter SAH-Aarhus einen Riesenschritt in Richtung Viertelfinale gemacht. Der Titelverteidiger gewann am Ende überraschend klar mit 38:32 (18:15) Toren. Beim Stand von 24:24 gab Trainer Aleš Pajović dem Youngster im SG-Trikot, Thilo Knutzen, das Vertrauen. Und der Rückraumspieler zahlte es mit barer Münze in Form von Leistung zurück. In der Schlussviertelstunde bestach er mit sechs blitzsauberen Toren und führte seine Mannschaft mitentscheidend zum Sechs-Tore-Triumph im benachbarten Königreich. 

Nach Auf und ab in Durchgang eins im Angriff konzentriert   

Der Start in die Partie war ein Auf und Ab. Nachdem Marko Grgić den Torreigen mit dem 1:0 zugunsten der SG eröffnete und Kent Robin Tønnesen das 2:1 erzielte, warf die SG Magnus Petersen im Tor der Gastgeber förmlich warm. Ihm gelangen in den ersten acht Minuten fünf Paraden. Darunter parierte er einen Siebenmeter von Emil Jakobsen. So geriet die SG mit 2:4 in Rückstand. Danach agierte der Angriff konzentrierter und kam durch gute Abschlüsse, vor allem durch Lasse Møller und den starken Marko Grgić selbst zur 6:4 Führung. Nach dem 6:6 Ausgleich fand die SG Offensiv mehr Sicherheit. Die Deckung bekam eine Zeit lang den dänischen Angriff im Positionsspiel in den Griff. So setzte sich das Pajović-Team in der 21. Minute auf 11:7 ab. Doch durch einige Zeitstrafen wurde die Defensive geschwächt, so dass die Hausherren wieder zu einigen einfachen Toren kamen. Da aber die SG aber vorne konzentriert blieb und ihre Chancen gut nutzte, gingen die Fördestädter mit einem verdienten 18:15 Vorsprung in die Pause.

In der zweiten Halbzeit zunächst aus dem Tritt – dann mit Konzentration  

Nach dem Wechsel ging es hin und her, beim 21:18 durch den achten Treffer von Marko Grgić, hatte die Drei-Tore-Führung weiter bestand. Doch dann kam Sand ins SG-Getriebe. Im Angriff wurden einige Möglichkeiten liegengelassen, in der Abwehr hagelte es zu schnelle und zu einfache Gegentore. Mitte des zweiten Durchgangs glichen die Gastgeber so durch Kristjan Kristjansson zum 24:24 aus. SG-Coach Aleš Pajović nahm seine zweite Auszeit und veränderte die Spielausrichtung. Er brachte im Angriff Thilo Knutzen und ließ mit einer Sieben gegen sechs Formation agieren. Und der Youngster der Flensburger startete sofort durch. Ihm gelang das 25:24 für die SG und er war nach dem 25:25 Ausgleich durch sehr gute Übergänge mit dafür verantwortlich, dass die Lücken in der Skanderborg-Arhus Deckung gefunden wurden. Durch zwei Tore von Kapitän Johannes Golla und einem Treffer von Rechtsaußen Aksel Horgen, konnte sich die SG beim 28:25 wieder auf drei Tore absetzen (48.). Die Gastgeber kamen zwar zunächst immer wieder auf zwei Treffer heran, doch Thilo Knutzen gab mit wichtigen Toren stets die Antwort. Sechs Minuten vor Spielende erzielte er das 33:29, der viel Druck von der SG nahm. Mit seinem sechsten Treffer erhöhte der Rückraumspieler auf 37:32, für den Schlusspunkt zum 38:32 war Johannes Golla mit seinem neunten Treffer. Somit war der SG-Kapitän auch der beste Torschütze der gesamten Partie. Es folgte Jubel der gut 300 Flensburger Fans und laute „Thilo Knutzen“ Rufe, die der Youngster und seine Mannschaftskameraden nach der perfekten Schlussviertelstunde sichtlich genossen. 

 

SAH Aarhus – SG Flensburg-Handewitt 32:38 (15:18)
SAH-Arhus: Simon Sejr, Petersen (8/1 Paraden) – Kristjansson (1), Alexander Jensen, Bonefeld, Dreyer (5), Poulsen, Oscar Hansen (4), Lærke (8), Søgaard Rasmussen, Bak Scheumann, Holm, Cieslak (6/2), Kaalund Dahlgaard (3), Krog, Olsson (5/3). 
SG Flensburg-Handewitt: Buric (6/1 Paraden), Kevin Møller (4/1 Paraden) – Pytlick, Golla (9), Kirkeløkke (2), Grgic (8), Faljic, Tønnesen (3), Horgen (2), Volz (2), Jakobsen (2), Knutzen (6), Blagotinsek, Novak, Lasse Møller (4). 
Schiedsrichter: Horvath/Marton (Ungarn); Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Dreyer, Bonefeld (2x) – Tønnesen, Jakobsen, Novak); Siebenmeter: 7/5 – 3/2 (Kevin Møller hält gegen Fredrik Olsson, Buric pariert gegen Cieslak - Jakobsen an die Latte); Zuschauer: 3.522 (in der Djurslands Bank Arena)    
Spielverlauf: 4:2 (7.), 4:6 (10.), 6:6 (13.), 7:11 (21.), 15:18 (30.) - 18:21 (39.), 22:22 (41.), 25:25 (46.), 25:28 (48.), 29:33 (54.), 32:38 (60.).     

Erstellt von jös