Nach einem Training folgte für Domen Novak eine Sonderschicht: ein Interview mit der KONTER-Redaktion. Der 27-Jährige kam im Sommer von der HSG Wetzlar zur SG Flensburg-Handewitt und verlängerte vor Kurzem bis 2031.
Domen, die Atmosphäre der „Hölle Nord“ kanntest du ja schon als Gast. Wie ist es, als Mitglied des Heimteams vor dieser Kulisse zu spielen? Und dann sogar noch ein Derby?
Domen Novak: Das macht richtig Spaß. Ich freue mich auf jedes Heimspiel. Die Halle ist sehr laut. Und in einem Derby steckt noch mehr Energie. Da ist man so richtig froh, dass man dem Heimteam angehört.
Nach Toren oder auch vor dem Anpfiff sieht man dich häufiger einen Luftsprung machen. Wie hoch kannst du eigentlich springen?
Domen Novak: Das kann ich nicht genau sagen, da ich das lange nicht mehr gemessen habe. Ich mache den Sprung vor dem Anpfiff zur Aktivierung.
Hast du früher Hochsprung oder Leichtathletik betrieben?
Domen Novak: Nur in der Schule, zu einem Vereinstraining war ich nie.
Wie bist du zum Handball gekommen?
Domen Novak: Ich war schon sehr früh mit meinem älteren Bruder zum Training. Da war ich erst fünf oder sechs Jahre. Ich spielte, bis ich 17 oder 18 Jahre alt war, in meinem Stammklub Krim Ljubljana zusammen mit Freunden. Ich habe lange nicht an eine Profi-Karriere gedacht. Selbst als ich 20 Jahre alt geworden bin, spielte ich mit Slovan Ljubljana noch in der zweiten Liga. Ich fuhr dann ein Jahr lang fast jeden Tag eine Stunde in die kleine Stadt Dobova, um erste Liga zu spielen.
Das erste Mal in Flensburg warst du nicht mit der HSG Wetzlar, sondern mit dem RK Celje. Das war im Februar 2020. Welche Erinnerungen hast du?
Domen Novak: Ich kann mich an den Blick auf den Hafen und auf unser Hotel, die Alte Post, erinnern. Vom Spiel weiß ich nichts mehr. Im Hinspiel zu Hause habe ich mein erstes Tor in der EHF Champions League geworfen – und zwar gegen Benjamin Burić.
Ist der RK Celje in Slowenien der logische Schritt, wenn man eine internationale Karriere anstrebt?
Domen Novak: Damals war es so. Von der Geschichte her ist der Rekordmeister der größte Verein. Im Moment ist der RK Celje allerdings ein großer Name ohne Platz in der EHF Champions League. In Slowenien sind nun andere Teams besser.
Wie kam der Wechsel zur HSG Wetzlar zustande?
Domen Novak: Das kam eigentlich ziemlich spontan. Es war mein größter Wunsch, einmal in der Bundesliga zu spielen. In Wetzlar wurde durch den Abang von Kristian Bjørnsen ein Platz frei. Die HSG ist ein stabiler Erstligist, bei dem sich schon viele Spieler entwickelt haben. Auch bei mir hat es gut gepasst.


