Die kleine Lichtanlage stand genau in der Ecke, aus der einst die Handballer auch einliefen, als vor 30 und mehr Jahren Bundesliga-Feste in Handewitt gefeiert wurden. Die Nostalgie schwang mit in der „Ur-Hölle Nord“. Noch stärker war an diesem Abend aber die Begeisterung, in den Sommerferien einen solchen sportlichen Augenschmaus erleben zu dürfen – auch wenn der SG anfangs mehr Würfe und Pässe daneben gingen, als vielleicht erwartet. Die ersten Tore der SG passten als Einstimmung: Die Neuzugänge Luca Witzke und Marko Grgic trafen. Der DHK demonstrierte, dass auch Drittligisten hochwertigen Handball bieten. Bis zum 6:6 hielt der Kooperationspartner einen Gleichstand, dann sorgte ein 5:0-Lauf erstmals für einen klaren Abstand. Die SG konnte ein höheres Tempo gehen. So hieß es zur Pause bereits standesgemäß 19:10. „Wir haben gesehen, dass man auch in einem Testspiel immer Gas geben muss“, meinte SG Coach Aleš Pajović. „Insgesamt war es ein schönes Spiel. Besonders schön war es, so viele Fans und Kinder zu sehen.“
25 SG Tore in Halbzeit zwei
Die Tor-Lieder der „Hölle Nord“ erklangen auch in der zweiten Hälfte immer wieder in der „Ur-Hölle Nord“. Und „Völlig losgelöst“ gab es schon, als diese Spielstätte erstmals Erstliga-Standort war. Die SG zog kontinuierlich davon. Ihre Wechseloptionen waren allerdings etwas eingeschränkt. Das Team musste ohne Lukas Jørgensen (Muskelbündelriss) und Simon Pytlick auskommen, und Thilo Knutzen steckte im DHK-Dress. Auf den Flügeln lief zur Pause aber die Rotation. Neuzugang Domen Novak erhöhte mit drei Treffern in Serie auf 23:11. Szenenapplaus! Der DHK antwortete frech mit einem Kempa-Trick. Dann hatte Blaž Blagotinšek, sonst im Mittelblock gefordert, seinen Offensiv-Auftritt. Ein Konter! Nach dem 30:17 herrschte italienische Party in der Wikinghalle. Und die 40er Marke durchbrach die SG mit einem Treffer von Niclas Kirkeløkke. Kurzum: Es war ein Abend, der die Vorfreude auf die kommende Saison weckte. „Wir haben vieles gut gemacht“, bilanzierte Kevin Møller. „Wir haben aber auch Antworten erhalten, was wir noch besser machen können.“
SG: Buric (6 Paraden), K. Møller (11 Paraden, ab 31.) – Golla (7), Kirkeløkke (3), Grgic (5/2), Tønnesen (2), Horgen (3), Volz (3), Jakobsen (5/1), Blagotinsek (2), Novak (5), L. Møller (4), Witzke (5)







