Die SG Flensburg-Handewitt gehört nun definitiv zu den 16 Teilnehmern der Hauptrunde in der EHF European League. Sie gewann am Dienstagabend bei Saint-Raphael Var Handball mit 36:29 (17:15). Die besten Torschützen der SG waren Marko Grgić (10/2), Simon Pytlick (7) und Johannes Golla (7).
In eine besonders heiße Atmosphäre tauchte die SG in Saint-Raphael nicht ein. Der Gast war es, der strukturierter begann und das bessere Rückzugsverhalten zeigte. Marko Grgić und Johannes Golla eröffneten den Torreigen. Mit einem Treffer aus spitzem Winkel legten die Hausherren ihre Auftakt-Lethargie ab. Es war nun ein Tanz auf Augenhöhe. Beim 8:7 lag Saint-Raphael erstmals in Führung. Im nächsten Positionsangriff unterlief der SG ein Fehler, den Kevin Møller mit einer tollkühnen Parade ausbügelte. Patrick Volz war schnell wieder vorne, präsentierte sich treffsicher und drehte mit einem Doppelschlag wieder das Blatt. Es war viel Tempo in der Partie. Die Ausbeute blieb aber im Rahmen, da beide Keeper bereits in der ersten Hälfte eine zweistellige Zahl an Rettungstaten zeigten. Kevin Møller kam sogar auf 15 Paraden. Kein Wunder, dass die SG zur Pause mit 17:15 führte.
Nach 40 Minuten auf dem Weg zur Entscheidung
Ein Distanzwurf von Johannes Golla hatte erst kurz nach der Halbzeit-Sirene die Torlinie überschritten. So fiel SG Tor Nummer 18 erst nach 32 Minuten: Marko Grgić verwandelte einen Siebenmeter zur 18:17-Führung. Den nächsten Ballgewinn nutzte Kent Robin Tønnesen für einen Wurf aus der Entfernung. Die zahlreichen mitgereisten SG Fans bejubelten das 19:17. Ihre Lieblinge spielten keineswegs fehlerlos, führten aber zumindest ergebnistechnisch Regie. Kevin Møller hatte nun 20 Paraden auf seinem Konto. Seine Vorderleute nutzten eine sechsminütige Torebbe von Saint-Raphael und bauten den Vorsprung aus. Marko Grgić schloss mit beeindruckender Zielstrebigkeit aus dem Rückraum ab – das 24:20. Er brillierte mehrfach mit Kaltschnäuzigkeit. Zwölf Minuten vor Schluss schied Blaz Blagotinšek aus: die dritte Zeitstrafe. Die SG geriet aber nicht mehr in Verlegenheit. Sie konnte sich bei Kevin Møller bedanken, der beim 25:29 erneut einen Siebenmeter abwehrte. Im Gegenzug erhöhte Simon Pytlick weiter. Die beiden Punkte waren im sicheren Hafen.
