Die SG Flensburg-Handewitt hat ihre weiße Weste in der Opel HBL verteidigt. Am Sonntagabend besiegte sie den HC Hamburg mit 37:34 (19:16). Die besten Torschützen der SG waren Aymeric Minne (10) und Emil Jakobsen (10/5).
Mit Anpfiff war die Nordtribüne da: „Ole, ole, Super Flensburg!“ Die Mannschaft hingegen war zunächst nicht auf ihrem höchsten Level und lag nach zehn Minuten mit 3:6 zurück. Dann schloss Marko Grgić eine Dreier-Serie, es blieb aber bei Schwerstarbeit. Die Abwehr hatte noch nicht die größte Stabilität. Bereits nach 19 Minuten ging Simon Möller in den Kasten und konnte sehr bald ersten Paraden-Jubel erzeugen. Blaž Blagotinšek rückte in den Mittelblock. Kent Robin Tønnesen gab nach 24 Minuten sein Saison-Debüt. Vorne erzielte Aymeric Minne mit einer Mischung aus Entschlossenheit und Dynamik das 12:12. Es lief nun wesentlich besser. Emil Jakobsen verwandelte einen Siebenmeter zum 14:13. Praktisch mit dem Pausensignal stellte Lasse Møller das 19:16 her. Es war ein Kraftakt. Die Stimmung war nun bestens in der „Hölle Nord“.
Schnelle Antworten nach der Pause
Mit einem Drei-Tore-Polster ging es in die zweiten 30 Minuten. Mit Wiederbeginn ließ die SG zwei Chancen aus, dann machte Emil Jakobsen mit einem Gegenstoß die 20 voll. Als das Zeitspiel drohte, schraubte sich Lasse Møller hoch und hämmerte den Ball zum 22:18 ins Netz. Ein mental wichtiger Treffer! Im direkten Gegenzug eroberte der Mittelblock den Ball, und Aymeric Minne eilte zum nächsten Erfolgserlebnis. Die Hausherren hatten nun immer schnelle Antworten und bewegten sich mit einem sicheren Vorsprung über das Spielfeld. Emil Bergholt erhöhte auf 30:23 und stieg in den emotionalen Austausch mit den Fans ein. Als Aksel Horgen und Patrick Volz mitmischten, waren die Ressourcen der Bank komplett ausgeschöpft. So ganz gelutscht war der Drops noch nicht. Beim 34:30 sechs Minuten vor dem Ende nahm Aleš Pajović ein Team-Timeout. Die Schlussphase war nicht unbedingt souverän, aber es brannte nichts mehr an.


