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- Die Neuzugänge, Teil 6: Simon Hennig

„Große Ehre und Riesenrucksack“

Simon Hennig kennt keinen Vereins-, sondern nur Funktionswechsel. Schon als Kind gehörte er der SG Flensburg-Handewitt an. Sehr früh schlug er eine Trainerlaufbahn ein. Seit wenigen Wochen arbeitet der 33-Jährige als Co-Trainer an der Seite von Chefcoach Aleš Pajović.

Simon, hast du als Jugendlicher davon geträumt Handball-Profi zu werden?
Simon Hennig: Jeder Junge, der aus Flensburg oder Handewitt kommt und für die SG spielt, lebt diesen Traum. Bei mir war dieser Traum auch mit 17 oder 18 Jahren noch präsent. Dann hatte ich allerdings eine Knie-Verletzung mit Knorpelschaden. Da war mir dann bewusst, dass ich eine andere Karte spielen muss.

Nun bis du Co-Trainer der SG Profis. Hättest du das vor fünf Jahren für möglich gehalten?
Simon Hennig: Es ist für mich eine besondere Ehre, dass ich der erste Co-Trainer bin, der aus dem eigenen Stall kommt. Gleichzeitig ist es auch ein Riesenrucksack. Als der erste sollte ich es so gut machen, dass ich es den Späteren nicht verbaue. Vor 14 Jahren habe ich als Trainer in der Akademie angefangen. Vor acht Jahren war es ein Teilzeit-Job, vor sechs Jahren Vollzeit, und vor drei Jahren übernahm ich die Leitung der Nachwuchsakademie. Zurück zur Ausgangsfrage: Nein, vor fünf Jahren konnte ich mir noch nicht vorstellen, Co-Trainer bei den SG Profis zu werden. Aber vor einem Jahr habe ich Interesse bekundet und durfte dann schon etwas helfen.

Ja, genau. Wie hast du das Training und die Spiele in der letzten Saison verfolgt?
Simon Hennig: Ich habe die Akademie-Spieler dazugeholt, die gebraucht wurden, um einen vollen Kader zu haben. Im Training beobachtete ich die taktischen Aspekte und unterstützte, wenn mal in drei verschiedenen Gruppen gearbeitet wurde. Bei den Spielen habe ich Statistiken geführt, die die Trainer für ihre Ansprachen benötigten. Bei Heimspielen saß ich direkt hinter der Bank und kam dann mit in die Kabine. Bei Auswärtsspielen saß ich zu Hause vor dem Bildschirm und war via Handy zu erreichen.

Wie sieht nun die Aufgabenverteilung mit Aleš Pajović aus?
Simon Hennig: Ich habe in der Video-Analyse, in der Trainingsplanung oder in der Nachbereitung von Spielen meinen Part. Beim Training begleite ich oft eine taktische Seite – Angriff oder Abwehr. Wenn die Übungen individueller werden, übernehme ich eine Gruppe.

Du kommst aus dem Nachwuchsbereich. Wird man dich weiterhin bei der Flensburg Akademie und den Jugendspielen in der Bundesliga sehen?
Simon Hennig: Nein und ja. Ich bin nun voll bei den Profis und habe keine Aufgaben mehr in der Akademie. Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich beim DHK und den SG Jugendteams sicherlich bei den Heimspielen anzutreffen sein.

Erstellt von ki