Noch dient die heimische Duburghalle als Plattform der Vorfreude – und natürlich der Übungseinheiten. Nachdem die SG Flensburg-Handewitt in 2024 und 2025 in Hamburg gewonnen hat, interessiert nun erst einmal nur das Halbfinale. Am Samstag wird die Begegnung gegen die MT Melsungen um 15.30 Uhr angepfiffen.
Ab dem morgigen Freitag wird der Ablaufplan der Winamax EHF Finals 2026 die Tage der Handballer beherrschen. Für die Fans wird es ab Samstag ernst. Die SG Schlachtenbummler werden in der nordwestlichen Kurve der Barclays Arena ihre Blöcke finden und einen dunkelblauen Hotspot bilden. „Ich freue mich auf ein schönes Handball-Event, in dem die vier Mannschaften mit viel Energie von ihren Fans unterstützt werden“, sagt Johannes Golla. Er hat ein klares Ziel: „Mein Traum war es vor dieser Saison, mich mit einem Titel aus Flensburg zu verabschieden.“ Was in Hamburg im Vergleich zu 2024 und 2025 anders ist: Dieses Mal hat die EHF für den Turniersieger ein Ticket für die EHF Champions League ausgelobt. Auf die Vorbereitung hatte diese größere Bedeutung offenbar keinen Einfluss. „Es hat sich nichts geändert, wir wissen, worauf es ankommt“, meint Lasse Møller. „Ein solches Final Four hat ohnehin ein eigenes Leben, wie auch die engen Halbfinals vor einem Jahr bewiesen haben.“
100 Prozent Fokus gegen einen Taktik-Fuchs
Aleš Pajović hat bis auf Lukas Jørgensen und Luca Witzke alle Mann an Bord. Zusammen mit seinem „Co“ Simon Hennig hat er die MT Melsungen ausgiebig analysiert und dabei den klaren 40:30-Sieg von Ende April weniger beachtet. „In der letzten Zeit haben sie weniger Verletzungen und haben gute Spiele gezeigt“, meint der SG Coach. Seinen MT-Kollegen Roberto García Parrondo bezeichnet er als „Taktik-Fuchs, der gerne etwas verändert“. Eine wichtige Rolle bei Melsungen hat inzwischen auch der lange verletzte Aaron Mensing, der von 2021 bis 2023 im SG Kader stand. „Mit ihm ist die MT deutlich stärker als ohne ihn“, meint Johannes Golla. „Aaron hat die besondere Qualität, aus großer Distanz abschließen zu können, aber auch wichtige Entscheidungen zu treffen.“ Für die SG geht es nun darum, die bestmögliche Leistung abzurufen. „Meine Spieler kommen mit 100 Prozent Fokus, die Form ist gut“, verspricht Aleš Pajović. Für Kurzentschlossene: In Hamburg gibt es noch Karten, es sind aber laut EHF-Info schon über 10.000 Tickets verkauft.
