Diese Woche zählt nur noch die EHF European League. Zum dritten Mal in Folge werden die Winamax EHF Finals in Hamburg ausgetragen. Die SG Flensburg-Handewitt fährt als „doppelter“ Titelverteidiger an die Elbe.
Am Dienstagvormittag standen die beiden in 2024 und 2025 errungenen Trophäen auf einer Bank in der Duburghalle. Nach und nach betraten die Spieler die Trainingsstätte und blickten auf die Souvenirs der letzten beiden Spielzeiten. „Dieses Mal wird es noch heißer als in den letzten beiden Jahren“, meinte Simon Pytlick. „Es geht nicht nur um einen Titel, es geht auch um die Qualifikation für die EHF Champions League." Mit den letzten beiden Niederlagen hat sich die SG die Option über den zweiten Platz in der DAIKIN HBL wohl verbaut. „Wir schauen ab sofort nur nach vorne, werden aber die Rückschlüsse aus dem Spiel in Stuttgart mitnehmen“, kündigte Simon Pytlick an. „Wenn man nicht zu 100 Prozent bereit ist, dann verliert man Spiele.“ Beim Rückraumakteur selbst ist die Vorfreude besonders groß, da er vor zwölf Monaten wegen einer Verletzung zum Zuschauen gezwungen war.
Ein Turnier der Emotionen
Der SG Tross übernachtete nach dem letzten Spiel in Stuttgart und reiste erst am Pfingstmontag zurück in den hohen Norden. „Wenn das Spiel in Magdeburg einen anderen Ausgang genommen hätte, dann hätten wir in Stuttgart nicht verloren“, sagte Marko Grgić. „Wir sind auch nur Menschen und keine Roboter.“ Er selbst bestreitet – wenn man mal von Jugendturnieren absieht – sein allererstes Final-Four-Event. „Sehr viel wird über die Emotionen kommen“, meinte der Rückraumspieler am Dienstag. Am Samstag geht es im Halbfinale um 15.30 Uhr gegen die MT Melsungen. Gegen die Nordhessen gab es im April einen 40:30-Erfolg und im letzten Jahr im Halbfinale einen Krimisieg nach Verlängerung. „Das bedeutet alles nichts“, so der Tenor von Marko Grgić. „Es geht bei 0:0 los.“
