Nach 13 Tagen hat die SG Flensburg-Handewitt wieder eine Aufgabe zu lösen. Die Zahl soll Glück bringen, denn ein Sieg gegen GWD Minden ist fest eingeplant. Anwurf in der GP JOULE Arena ist am morgigen Freitag um 20 Uhr.
Wenn es mal nicht so gut läuft, ist etwas Abstand immer ein gutes Rezept – um die Köpfe freizubekommen und sich für neue Aufgaben zu wappnen. Die SG Familie hatte sich nach der jüngsten Derby-Niederlage in verschiedene Richtungen aufgeteilt. Vier Spieler waren fix bei ihren Nationalteams. Das Gros trainierte mal im Verbund mit Kooperationspartner Sonderjyske HH, in Kleingruppen oder individuell, um dann ein Wochenende zum Abschalten zu genießen. In diesen Tagen wurde wieder gemeinsam trainiert – und auch viel gesprochen. „Wir wollen unsere Ziele erreichen, und werden daher von Spiel zu Spiel gehen“, fasst Aleš Pajović zusammen. Der SG Coach berichtet von einer guten Trainingswoche, in der der Fokus der sportlichen Entwicklung gehören sollte. „Ich bin optimistisch, dass wir gegen Minden eine gute Leistung sehen werden.“
Ein Spiel zum Schwungnehmen?
Vom Hinspiel in Minden – es endete mit einem klaren 40:27-Erfolg – überwiegen die positiven Erinnerungen. Der Wermutstropfen damals: Luca Witzke verletzte sich an der Schulter, wurde einige Wochen später operiert. Er kehrt in dieser Saison nicht mehr auf das Spielfeld zurück. Für seine Teamkameraden war der Erfolg in Westfalen der Auftakt einer Serie mit wettbewerbsübergreifend 14 Siegen. „Wir wollen jetzt auch Schwung nehmen, und zwar für die letzten beiden Monate“, betont Aleš Pajovic. „Wir wollen in einen Flow kommen, Handball ist auch viel Kopfsache.“ Der SG Rückraum dürfte wieder etwas breiter aufgestellt sein als zuletzt. Marko Grgic laborierte auch in der letzten Woche an einem Infekt, ist nun aber wieder dabei. Dagegen muss Simon Pytlick weiterhin auf seine Bauchmuskel-Probleme achten und kommt wohl eher dosiert zum Einsatz. „Wir brauchen ihn noch in den nächsten Spielen“, erklärt Aleš Pajović.
