Vor einer fast zweiwöchigen Spielpause in der DAIKIN HBL überzeugte die SG Flensburg-Handewitt bei den Rhein-Neckar Löwen und fuhr zwei wichtige Punkte ein. Die O-Töne.
Benjamin Burić, SG Torwart: „Über den Sieg sind wir richtig glücklich, denn es war ein sehr schweres Auswärtsspiel in dieser Halle gegen eine gute Mannschaft. Wir haben in der Woche gut trainiert und heute einen guten Job gemacht.Vor allem in der Abwehr war es wie schon zuletzt eine gute Leistung. Die 6-0-Abwehr war sehr gut, weil wir viel miteinander kommunizieren. Außerdem waren wir von Anfang an bereit und all das macht es mir als Torwart auch leichter. Wir haben viel investiert, ich habe dadurch ein gutes Gefühl bekommen und es lief. Am Ende ist es auch egal, das wir 33 Gegentore bekommen haben. Wir sollten lieber über unsere erzielten Tore reden. Wir möchten gerne 40 Tore werfen, denn das ist unser System und so ist Handball. 36 Tore sind daher sehr gut und am Ende zählen eh nur die 2 Punkte und unser Tabellenplatz.”
Niclas Kirkeløkke, SG Rückraumspieler: „Mit einem Sieg mit drei Toren Unterschied wäre ich vorher durchaus zufrieden gewesen. Wir wissen aber, dass es gegen die Löwen immer enge Spiele sind, daher ist der Sieg ein schönes Gefühl. Wir hatten ein bisschen Probleme in der Abwehr, haben uns aber Ende der ersten Halbzeit zurückgekämpft. Wenn wir unser Ding machen, sind wir schwer zu schlagen – und so war es heute. Wir haben eine gute Mannschaft mit guten Spielern, und das haben wir in der zweiten Halbzeit gezeigt. Unsere Abwehr war besser, und Benko hat überragend gehalten. Wir haben zwar auch noch ein paar Bälle weggeworfen, sind aber am Ende cool geblieben.
Der Start in die zweite Halbzeit hat uns natürlich geholfen, allerdings waren es nur unsere Fehler, die die Löwen wieder ins Spiel gebracht haben. Wir waren insgesamt sehr stabil heute, haben wenig Fehler gemacht und auf die Leistungen der letzten Spiele aufgebaut, in denen wir sehr gut gespielt haben.In den letzten Spielen hatten wir Probleme im 7-gegen-6, das hat heute viel besser funktioniert.“
Aleš Pajović, SG Coach: „Ich bin sehr zufrieden. Das war kein einfaches Auswärtsspiel, bei dem es selbstverständlich ist, die zwei Punkte zu holen. Die erste Halbzeit war knapp, wir haben gekämpft, es aber nicht geschafft, in Führung zu gehen. In der zweiten Hälfte haben wir den Schwung aufgenommen, und die 16 Paraden von Benko haben es uns etwas einfacher gemacht. Wir haben gut gearbeitet, und ich gratuliere meinen Jungs – sie haben das sehr gut gemacht.“
Maik Machulle, Löwen-Coach: „Es ist am Ende, vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit, ein verdienter Sieg für Flensburg. In der ersten Hälfte versäumen wir es, uns eine deutlichere Führung zur Pause zu erspielen. Wir verteidigen gut und stellen die SG vor große Probleme, bringen die Flensburger aber durch unsere eigenen Fehler wieder ins Spiel. Die Flensburger spielen ihre Angriffe lange und geduldig aus, das haben wir in letzter Konsequenz nicht gut verteidigen können. Am Ende gewinnt die SG auch das Torwartduell deutlich, trotzdem ist es schlussendlich ein enges Ergebnis. Es ist enttäuschend für uns, aber ein großes Kompliment an die Zuschauer, die uns heute unglaublich unterstützt haben. Wir hätten einer vollen SAP Arena gerne die zwei Punkte geschenkt.“
