Der vierte Spieltag der Opel HBL beginnt mit der SG Flensburg-Handewitt. Sie muss am Donnerstag ab 19 Uhr beim TBV Lemgo Lippe antreten.
6:0 Punkte aus drei Spielen sind immer nett, überbewerten möchte diesen Start bei der SG aber niemand. „Es war vielleicht ein Vorteil, dass wir noch kein Top-Spiel hatten und wir die Neuzugänge besser integrieren konnten“, meint SG Coach Aleš Pajović. „Denn nun kommt eine Aufgabe, in der wir zu 100 Prozent Fokus brauchen.“ Der TBV Lemgo Lippe war in der letzten Saison immerhin Tabellenfünfter, hat seinen Kader eher unwesentlich verändert und ärgerte die SG gerade zu Hause mehr als kräftig. Seit über fünf Jahren konnte die SG im Lipperland nicht mehr gewinnen und ergatterte in den letzten fünf Auswärtspartien gerade mal einen Zähler. In der letzten Adventszeit unterlag die SG zwar nur mit 33:34, lag aber zur Pause hoch zurück und konnte erst in der Schlussphase Ergebniskosmetik betreiben. Es war am 30. Mai 2021, als den Nordlichtern ein 33:22-Coup glückte. Von den heutigen Akteuren hatten damals nur Benjamin Burić und Lasse Møller einen SG Vertrag, beide fehlten damals allerdings wegen einer Verletzung. „Ich bin kein Fan davon, groß in die Vergangenheit zu schauen“, sagt Aleš Pajović. „Es geht darum, dass alle ihre aktuellen Aufgaben erfüllen.“
Vier Rückraumspieler und verschlepptes Tempo
Das Repertoire der Gegenwart bestand aus insgesamt sechs Videos: die beiden Vergleiche der letzten Saison, das Testspiel gegen den TBV in Eisenach und die ersten drei Begegnungen der Westdeutschen in dieser Saison. Der Auftaktniederlage in Kiel folgten Siege gegen Wetzlar und in Bietigheim. Das Fazit von Aleš Pajović: „Die sind insgesamt sehr eingespielt, spielen jetzt aber mehr mit vier Rückraumspielern als früher.“ Der SG Coach rechnet damit, dass der Gegner wie gewohnt das Tempo etwas verschleppen wird, aber auch mit neuen Ideen von „Taktik-Fuchs“ Florian Kehrmann. Das Rezept: Disziplin, Geduld und Konstanz. In den Mannschaftsbus stiegen die 14 Spieler, die auch zuletzt auf dem Spielfeld standen. Kent Robin Tønnesen wirkte im Training sehr gut mit, sein Comeback ist wohl für die Heimpartie gegen den HC Hamburg denkbar.
