Nach einer Woche mit etlichen Länderspielen geht es für die SG Flensburg-Handewitt nun darum, möglichst schnell wieder auf den Vereinsmodus umzuschalten. Bereits am morgigen Donnerstag wird um 20 Uhr die Nachholpartie beim SC Magdeburg angepfiffen. Am Sonntag folgt die Auswärtspartie beim TVB Stuttgart.
Die Voraussetzungen sind klar. Während sich der gastgebende SC Magdeburg endgültig die Meisterschaft sichern kann, will die SG ihren zweiten Platz in der DAIKIN HBL verteidigen. „Unser Ziel ist wie immer: zwei Punkte“, betont Aleš Pajović. „Dafür brauchen wir aber 60 Minuten lang Fokus und Konstanz. Einen schwachen Moment nutzen die Magdeburger sofort, um auf ein paar Tore davonzuziehen.“ Der SG Coach nutzte die letzte Woche zusammen mit seinem Co-Trainer Simon Hennig, die Taktik des designierten Meisters genaustens zu analysieren. Es ist in Magdeburg mit vielen Eins-gegen-Eins-Situationen zu rechnen. „Nach den Pokalspielen dachte man, dass der SCM etwas schwächeln würde“, erzählt Aleš Pajović. „Dann zeigten sie aber in Liga und Champions League, wie stark sie sind.“ Zunächst wurde Pick Szeged mit 45:37 überrannt, dann der HSV Hamburg mit 41:28.
Normale Leistungen werden nicht genügen
Die Bilanz der SG gegen den SC Magdeburg ist nicht sonderlich ermutigend. Gegen den SC Magdeburg konnte die SG die letzten sieben Pflichtspiele nicht gewinnen und wartet seit Oktober 2022 auf einen Sieg. Im Dezember gab es eine 29:35-Niederlage im DHB-Pokal. „Favorit ist Magdeburg“, meint Aleš Pajović. „Aber wenn wir eine sehr gute Leistung bringen, haben wir eine Chance.“ Positiv: Alle elf Spieler, die in der letzten Woche bei ihren Nationalteams weilten, sind gut zurückgekehrt. Dagegen bangen die Magdeburger um Oscar Bergendahl. Der Kreisläufer und Abwehrstratege hat sich bei einem Länderspiel der Schweden am Knöchel verletzt. So oder so: Die Gastgeber werden die Nordlichter mit großem Respekt empfangen. „Wir müssen gegen Flensburg auf alles achten. Das ist für mich die Mannschaft mit dem stärksten Tempospiel der Liga“, warnt SCM-Coach Bennet Wiegert. „Normal wird nicht reichen. Wir brauchen eine spezielle Energie – von außen und von innen.“
