Die SG Flensburg-Handewitt hat sich auf den zweiten Platz der DAIKIN HBL geschoben. Sie gewann am Samstagabend mit 36:28 (18:18) gegen den SC DHfK Leipzig. Die besten Torschützen der SG waren Marko Grgić (9/4), Lasse Møller (7) und Johannes Golla (6).
Stehende Ovationen gab es schon vor dem Anpfiff. Die SG ehrte ihre Teilnehmer der Europameisterschaft. Die Nordtribüne skandierte: „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“ Die Leipziger hatten den besseren Start, mussten aber schon sehr früh eine rote Karte verkraften. Diese kassierte Moritz Preuss nach einem Gesichtstreffer gegen Marko Grgić. Das Momentum sprach für die SG. Johannes Golla erzielte mit dem 7:6 die erste Führung. Wirklich im Spielfluss war die SG allerdings nicht. Individuelle Fehler in Defensive und Offensive schlichen sich zu oft ein. Plötzlich hieß es 9:11. Der Support der Fans war da: „Ole, ole, nur die SG-W!“ Sechs Minuten vor der Pause zwei bemerkenswerte Einwechslungen: Catalin Haidu ging zwischen die Pfosten, und Kent Robin Tønnesen meldete sich zurück. Bei Leipzig bekam auch William Bogojevic eine rote Karte. Catlin Haidu löste frenetischen Jubel aus, als er einen Siebenmeter parierte, konnte wenige Sekunden vor der Pause aber nicht den 18:18-Ausgleich der Gäste verhindern.
Nach 40 Minuten aufgedreht
Der Wiederbeginn brachte ein Kuriosum: Beide Mannschaften blieben satte 400 Sekunden ohne Torerfolg. Ein Indiz für die gute Abwehrarbeit beider Teams. Zudem war es nun Benjamin Burić, der mit einem gehaltenen Strafwurf glänzen durfte. Vorne war es Simon Pytlick, der die Flaute beendete. Die SG hatte nun endlich Oberwasser. Lasse Møller schloss einen 4:0-Lauf zum 24:20 ab. Die „Hölle Nord“ tobte: „Lasse, schießt euch ab!“ Kurz darauf gab es zum vierten Mal an diesem Abend einen Video-Beweis – und zum dritten Mal die rote Karte. Dieses Mal erwischte es Niclas Kirkeløkke, der die letzten 15 Minuten nicht mehr mitwirken konnte. Die SG ließ dennoch nichts mehr anbrennen. Kent Robin Tønnesen warf mit dem 30:24 sein erstes Tor in 2026. In der Schlussphase erschien Thilo Knutzen auf dem Spielfeld. Er traf zum 36:28-Endstand.







