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#Auswärtsspiel
- Partie auf des Messers Schneide

Ein Punkt in Wetzlar

Die SG Flensburg-Handewitt bleibt seit 2015 gegen die HSG Wetzlar ungeschlagen, musste sich zum Auftakt der DAIKIN HBL aber mit einem Remis begnügen. Der Endstand lautete 33:33 (16:15). Die besten Torschützen der SG waren Emil Jakobsen (10/3), Lasse Møller (6) und Marko Grgic (5).

43 Sekunden waren gespielt, als Lasse Møller zum ersten Wurf ansetzte und humorlos das erste Saison-Tor der SG erzielte. Der Däne bildete wie auch Niclas Kirkeløkke und Marko Grgic die erste Besetzung im Rückraum. Auf dem linken Flügel war Emil Jakobsen für den ersten erfolgreichen Dreher verantwortlich. Er verwandelte auch den ersten Gegenstoß zum 3:1. Hinter der 6:0-Abwehr mit Johannes Golla und Blaž Blagotinšek im Mittelblock setzte Kevin Møller schnell die ersten Akzente. Dann rauschte die Chancenverwertung allerdings in den Keller, es schlich sich ein 0:6-Negativlauf ein. Zwei Mal Lasse Møller und Johannes Golla hatten den Rückstand schnell halbwegs gestopft. Kent Robin Tønnesen mischte nun mit und kassierte gleich eine diskutable Zeitstrafe. Wetzlar und das Heim-Publikum feierten einen Kempa-Trick. Die SG ließ sich von diesen Rückschlägen nicht entmutigen. Simon Pytlick stellte mit seinem ersten Pflichtspiel-Treffer seit Ende Februar den 11:12-Anschluss her. In einer tempogeladenen Angelegenheit hatte die SG zum Ende der ersten Hälfte mehr Körner – und auch etwas mehr Glück. Nachdem Emil Jakobsen aus spitzem Winkel zum 16:15 getroffen hatte, lenkte Kevin Møller einen Siebenmeter an die Latte und rettete so den Halbzeit-Vorsprung.

Guter Wiederbeginn, dann eine Zitterpartie
In der Abwehr weiterarbeiten, vorne konzentriert bleiben – das war der Tenor der Kabinen-Analyse. Und die SG begann gut im zweiten Durchgang. Etliche Zuschauer hatten noch gar nicht wieder ihren Platz eingenommen, da hatten Marko Grgic, Lasse Møller und Emil Jakobsen ein 19:15 herausgeworfen. Nach noch nicht einmal drei Minuten drückte HSG-Trainer Momir Ilic den roten Buzzer. Nach dem Team-Timeout schöpfte Wetzlar mit einer 5:1-Abwehr wieder Hoffnung. Plötzlich hieß es 20:20. Nun war es Aleš Pajović, der die Partie für eine taktische Besprechung unterbrach. Kurz darauf landete der Ball erstmals bei Domen Novak, der mit dem 23:21 an seiner alten Wirkungsstätte sein erstes SG Tor erzielte. Wenig Minuten später lautete der Spielstand 26:26. Die Partie stand Spitz auf Knopf. Marko Grgic traf für die SG, während Niclas Kirkeløkke am Boden lag und kurz behandelt wurde. Josip Simic hatte ihn im Gesicht getroffen und sah dafür die rote Karte. Einen wesentlichen Vorteil konnten die Gäste aus der folgenden Überzahl allerdings nicht ziehen. Wetzlar hielt mit der Unterstützung der Kulisse voll dagegen und ging mehrfach in Führung. Die SG operierte nun mit sieben Angreifern. Von Simon Pytlick flog der Ball durch zu Blaž Blagotinšek, der zum 32:30 einnetzte. Wetzlar kehrte erneut zurück, glich zum 33:33 aus und hatte 59 Sekunden vor Schluss plötzlich wieder den Ball, weil Aleš Pajović versehentlich eine vierte Auszeit nehmen wollte. Zum Glück hielt die Deckung. So errang die SG zumindest einen Punkt zum Saison-Auftakt.

HSG Wetzlar – SG Flensburg-Handewitt  33:33 (15:16)
HSG Wetzlar: Suljakovic (13 Paraden), Pantel (bei einem 7m) – Grahovac, Vistorop (3), Mappes (5), Theiß (3), Simic (2), Ahouansou (8), Akakpo (1), Weimer, Müller, Löwen (1), Zacharias (2), Cavor (5), Nafea (3/1)
SG Flensburg-Handewitt: Buric (ab 44., 1 Parade), K. Møller (8/1 Paraden) – Pytlick (2), Golla (4), Kirkeløkke (2), Grgic (5), Tønnesen (2), Horgen, Volz, Jakobsen (10/3), Blagotinsek (1), Novak (1), L. Møller (6), Witzke
Schiedsrichter: Kauth/Kolb (München/Gröbenzell); Zeitstrafen: 4:6 Minuten (Grahovac 2, Simic 2 – Blagotinsek 4, Tønnesen 2); Rote Karte: Simic (47., Foulspiel); Siebenmeter: 3/1:/4/3 (K. Møller hält gegen Nafea, Zacharias an die Latte – Jakobsen überweg); Zuschauer: 4312
Spielverlauf: 0:1 (1.), 1:3 (5.), 2:4 (7.), 8:4 (12.), 9:5 (14.), 9:8 (17.), 11:8 (19.), 12:11 (21.), 14:12 (23.) 15:13 (24.) – 15:19 (33.), 18:19 (37.), 20:20 (38.), 21:21 (39.), 21:23 (41.), 23:24 (43.), 24:26 (44.), 26:26 (46.), 28:27 (49.), 29:28 (50.), 30:29 (52.), 30:32 (56.), 31:33 (57.)
 

Erstellt von ki