Zwischen DHB-Pokal und einer Reise nach Rumänien darf die SG Flensburg-Handewitt ein Nordduell in der „Hölle Nord“ bestreiten. Am Sonntag kommt der HSV Hamburg. Anwurf ist um 15:00 Uhr.
In der Tabelle der DAIKIN HBL liegt der HSV Hamburg derzeit auf Platz zehn, führt also die zweite Tabellenhälfte an. Die Zwischenbilanz von 11:9 Punkten ist aber weit mehr als Mittelmaß. Eine Kostprobe, wie spannend Handball sein kann, bot das letzte Heimspiel. Die Ballwerfer von der Elbe drehten nach einer zunächst mittelmäßigen Leistung auf und schlugen den stärker eingeschätzten VfL Gummersbach vor 4870 begeisterten Zuschauern mit 31:30. „Im zweiten Durchgang war es nah am Optimum, was wir gespielt haben“, schnalzte HSV-Trainer Torsten Jansen mit der Zunge. „Das war ein wahnsinniges Engagement in der Abwehr, und es gab deutlich weniger Fehler im Angriff.“ Eine Woche später glückte ein 39:38-Coup bei den Füchsen Berlin. Auch gegen den SC Magdeburg und beim THW Kiel waren die Hamburger dicht dran am Punktgewinn. Und die Rhein-Neckar Löwen wurden geschlagen. Nach dem Auftritt in Flensburg blicken die Hanseaten in den nächsten Wochen auf Spiele gegen Mannschaften, die hinter ihnen rangieren. Das riecht nach einer guten Hinrunde. Lediglich der Pokal-Ausrutscher beim HC Elbflorenz passt nicht so recht ins Bild. „Wir haben eine gute Entwicklung genommen und sind nun so weit, dass wir auch Top-Teams schlagen können“, meint Kapitän Niklas Weller.
Etliche dänische Hamburger
Im HSV-Kader stehen inzwischen sechs Dänen. Kreisläufer Andreas Magaard, Linkshänder Jacob Lassen, Rechtsaußen Frederik Bo Andersen und Linksaußen Casper Ulrich Mortensen gehören schon seit über drei Jahren zu den Stammkräften. Im Sommer stieß neben Oliver Norlyk (KIF Kolding), einem weiteren Linkshänder, auch Nicolaj Jørgensen (Sønderjyske HH) hinzu. Das Rückraumass warf sich in der letzten Saison in der dänischen Liga zum Torschützenkönig. Der österreichische Spielmacher Elias Kofler (1. VfL Potsdam) vervollständigt eine komplett neue Rückraumreihe. Der isländische Zwei-Meter-Hüne Einar Olafsson (Fredericia HK) ist vor allem als Abwehr-Stratege gefordert. Ein weiterer Neuzugang ist der niederländische Linksaußen Kaj Geenen (VfL Lübeck-Schwartau). Bester Feldtorschütze ist bislang Spielmacher Moritz Sauter. Das Torwart-Gespann mit dem Ägypter Mohamed El-Tayar und dem Norweger Robin Haug präsentiert sich bislang als sehr stabil.

