Zum zweiten Mal nach der Auswärtspartie in Minden muss die SG Flensburg-Handewitt am eher ungewohnten Montag antreten. Gegen die TSV Hannover-Burgdorf soll der erste Heimsieg der Saison eingefahren werden. Anwurf in der GP JOULE Arena ist um 19 Uhr.
Eine Heimniederlage gegen Gummersbach, ein Auswärtssieg gegen Hamburg – zum Saisonstart zeigte die TSV Hannover-Burgdorf noch keinen klaren Trend. „Wir können wieder für Furore sorgen“, sagt TSV-Trainer Christian Prokop. „Aber es muss sich erst einmal alles finden.“ Die europäische Bühne dürfte wieder das Ziel sein. In der Qualifikation gegen den HC Alkaloid aus Mazedonien kümmerten sich die Niedersachsen schon einmal darum, dass für sie die diesjährige EHF European League erheblich verlängert wurde. Unstrittig ist, dass die „Recken“ mit ihrem Kader das Format für das obere Drittel der DAIKIN HBL besitzen. Im hohen Norden am besten bekannt ist die Flügelzange. Rechtsaußen Marius Steinhauser wechselte 2022 nach fünf Jahren bei der SG an den Maschsee. Im nächsten Sommer wird er zu den Rhein-Neckar Löwen zurückkehren, um die Nachfolge von Patrick Groetzki anzutreten. Erst in diesem Sommer nahm August Pedersen einen Trikottausch vor. Der bisherige SG Linksaußen könnte eine Stippvisite in der „Hölle Nord“ allerdings verpassen. Der Norweger erlitt einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel.
Häufung von deutschen Nationalspielern
Interessant am Aufgebot der „Recken“ ist die große Breite im Rückraum. Mit den Neuzugängen Leif Tissier, Maxim Orlov und Sindre Aho sowie den Etablierten Marian Michalczik, Lukas Stutzke und Jonathan Edvardsson kommen nicht weniger als sechs Akteure für die Spielmacher-Position in Frage. Ein Resultat der taktischen Ausrichtung. „Wir spielen Zweikampf-Handball“, erklärt Linkshänder Renars Uscins. „Wir bewegen uns schnell und versuchen, viele Abschlüsse über außen oder aus der Nahwurfzone zu bekommen.“ Ein anderes auffälliges Kennzeichen des aufblühenden Handballs in der Niedersachsen-Metropole ist die Häufung von deutschen Nationalspielern. Neben den erwähnten Renars Uscins, Marian Michalczik und Lukas Stutzke gehören zu diesem Kreis auch Torwart Joel Birlehm und Kreisläufer Justus Fischer. Und ebenfalls bemerkenswert: die wachsende Popularität. In der letzten Serie kamen im Schnitt um die 9000 Fans in die ZAG-Arena. Das ist Platz zwei beim Zuschauer-Ranking der DAIKIN HBL.

