Die SG Flensburg-Handewitt steht zumindest für eine Nacht wieder an der Spitze der Opel HBL. Sie gewann am Samstagabend mit 32:27 (18:17) gegen FRISCH AUF! Göppingen. Die besten Torschützen der SG waren Simon Pytlick (8) und Emil Jakobsen (6/4).
„Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“ Die Stimmung stimmte in der „Hölle Nord“ sofort. Das Spiel folgte zunächst einem bestimmten Rhythmus: Die SG legte vor, Göppingen legte nach. Aymeric Minne war es, der diesen „Erste-Minuten-Takt“ buchstäblich durchbrach und das 5:3 erzielte. Überhaupt war der Angriff zunächst ungemein effizient. Niclas Kirkeløkke erhöhte auf 9:6. Da waren noch keine zehn Minuten gespielt. Dann schlichen sich aber ein paar technische Fehler ein. Der Traditionsklub aus der „Kempa-Stadt“ glänzte mit einem Kempa-Trick und glich zum 10:10 aus. Beide Teams legten ein hohes Tempo vor, was sich zunächst in einer raschen Torfolge niederschlug – bis zum 17:16. Dann tauchte die „Hölle Nord“ in ein fünfminütiges, beidseitiges Vakuum. Die Emotionen kochten aber, als der inzwischen eingewechselte Simon Möller einen Siebenmeter parierte. Emil Bergholt setzte sich am Kreis durch und traf zum 18:17-Halbzeitstand.
SG mit Vorteilen im Torwartduell
Mit einem äußerst dünnen Polster ging es in den zweiten Durchgang. Die SG bot neue Rückraum-Kräfte auf: Marko Grgić warf für seinen Klub im zweiten Angriff den ersten Treffer. Auch Lasse Møller mischte nun mit – in seinem 200. Einsatz für die SG. Es blieb spannend. Immerhin sorgte Simon Möller in dieser Phase für ein Paraden-Plus. Aksel Horgen lochte vom rechten Flügel zum 23:20 ein. Wirklich absetzen konnten sich die Hausherren nicht. Beim 24:23 waren die Gäste wieder voll im Film. Von den Rängen kam der emotionale Schulterschluss: „Flensburg, Handewitt!“ Verlass war zum Glück einmal mehr auf Simon Möller. Einen Lauf hatte auch Aksel Horgen, der mit dem 26:23 zum vierten Mal traf. Die SG hatte nun Oberwasser. Simon Pytlick war zurück, donnerte durch die Deckung und schloss zum 30:26 ab. Sein leidenschaftlicher Austausch mit der Nordtribüne steigerte die Siegesstimmung. Kurzum: Die beiden Punkte waren im Sack. Wenig später erklang: „Spitzenreiter! Spitzenreiter!“









