Drei Jahre gehörte Lukas Jørgensen dem Kader der SG Flensburg-Handewitt an. In dieser Zeit sammelte der Kreisläufer zahlreiche Titel mit seinem Klub und der dänischen Nationalmannschaft – bis eine Verletzung den 27-Jährigen ausbremste.
Bei seiner Verabschiedung in der GP JOULE Arena lief ein Video. Man sah noch einmal, wie Lukas Jørgensen auf dem Südermarkt feierte. Der Däne verlässt die SG als Top-Kreisläufer und doppelter Sieger im EHF European Cup. Als das große Talent, das gerade seine beste Saison überhaupt gespielt hatte und als Länderspiel-Novize zu den Weltmeistern zählte, war er im Sommer 2023 von GOG gekommen. Mit dem dänischen Nationalteam bestätigte er 2025 den WM-Titel, holte Silber bei der Europameisterschaft 2024 und kehrte im gleichen Jahr mit Gold von den Olympischen Spielen zurück. Auch bei der jüngsten EM in diesem Winter gehörte Lukas Jørgensen zu den dänischen Gold-Jungs. An eine aktive Rolle war da allerdings nicht mehr zu denken. Kurz vor Schluss des zweiten dänischen Vorrundenspiels gegen Rumänien hatte sich der Kreisläufer ohne gegnerische Einwirkung am Knie verletzt. Einen Tag später kam die Diagnose: Das vordere Kreuzband war gerissen. Da wusste Lukas Jørgensen, dass er nicht mehr für die SG auflaufen wird. „Es ist schwer für mich, dass ich nicht bis zum Ende mit meiner Mannschaft kämpfen kann“, sagte er.
Die letzten Monate und die Zukunft
Sein Wechsel zu One Veszprém war im letzten Juli verkündet worden, die Gespräche mit dem ungarischen Top-Klub waren aber schon lange vorher weit gediehen. „Ich möchte mal etwas anderes erleben“, dachte sich Lukas Jørgensen schon im Herbst 2024. Damals trainierte er noch unter Nicolej Krickau, der schon bei GOG sein Coach gewesen war. Für seine Premiere am Balaton wird der Kreisläufer sich gedulden müssen. Neun bis zwölf Monate Ausfallzeit sind bei einem Kreuzbandriss einzuplanen – es wird also mindestens Herbst. In den letzten Wochen war Lukas Jørgensen hauptsächlich mit der Reha beschäftigt und eher sporadisch im SG Lager. Eine Umstellung. „Sonst hatten wir jeden Tag zusammentrainiert und intensiv unsere Ziele verfolgt“, sagt er. „Einige meiner besten Freunde sind in dieser Mannschaft.“ Seine Sympathien für diesen Klub verhehlt er nicht. „Ich werde immer ein bisschen SG Flensburg-Handewitt bleiben“, verspricht er. Mit einem Lächeln ergänzt er: „Ich hoffe, dass die SG zur Saison 2027/28 in die EHF Champions League zurückkehrt.“
