Wenn die EHF European League im Februar mit der Hauptrunde fortgesetzt wird, hat die SG Flensburg-Handewitt bereits 4:0 Punkte auf dem Konto. Zum Abschluss der Gruppe A gewann sie am Dienstagabend gegen den Tabellenzweiten Irudek Bidasoa Irun mit 38:35 (16:17). Die besten Torschützen der SG waren Johannes Golla (9), Marko Grgić (8/3) und Niclas Kirkeløkke (7).
Die Farben wechselten von Rot nach Blau, weiße Lichtspots wanderten über die Tribüne – die Ouvertüre war in der für einen Dienstagabend sehr gut gefüllten „Hölle Nord“ wieder ein visueller Augenschmaus. Das Spiel begann allerdings etwas zerfahren. Nach fünf Minuten lag die SG mit 1:4 zurück. Im Vergleich zum Gummersbach-Heimspiel war die Startsieben auf drei Positionen verändert. Offenbar passten anfangs noch nicht alle Stellschrauben. Dann klappten vor allem die Anspiele auf Kreisläufer Johannes Golla gut, während der Gast aus Irun mit einem Kempa-Trick brillierte. Aksel Horgen verwandelte einen Konter zum 9:9. Der größte Jubel brandete im ersten Durchgang auf, als Kevin Møller einen Siebenmeter parierte. Obwohl nun Niclas Kirkeløkke einen Lauf hatte, war eine Führung nicht drin. Sekunden vor der Pause kämpfte sich Johannes Golla zum 16:17 durch.
Leistungssteigerung im zweiten Durchgang
Der Wiederbeginn gehörte der Nummer 17: Marko Grgić erzielte entschlossen das 17:17. Eine Parade von Kevin Møller leitete die erste SG Führung ein: Aksel Horgen vollendete den Gegenstoß zum 19:18. Kevin Møller hielt kurz darauf einen Siebenmeter. Direkt vor der Nordtribüne der beste Ansatzpunkt für eine Jubelorgie mit den Fans. Derweil lochte Johannes Golla den Ball zum 21:19 ins Netz. Bidasoa Irun suchte den Ausweg in einem Team-Timeout. Den Elan der SG konnte diese kurze Unterbrechung nicht ausbremsen. Patrick Volz erhöhte mit einem Linksaußen-Doppelschlag auf 25:21. Das nette Polster schmolz noch einmal ganz bedrohlich auf 27:26 zusammen. Eine schnelle Antwort von Johannes Golla, entschlossene Aktionen von Simon Pytlick und Marko Grgić sowie einige Rettungsaktionen von Kevin Møller sorgten wieder für etwas Luft. Der Deckel auf dem Topf saß aber erst in Minute 58, die Johannes Golla gehörte. Er traf zunächst vom Kreis, dann im Tiefflug vom Mittelkreis. „Hölle Nord“ und Mannschaft konnten gemeinsam einen wichtigen internationalen Erfolg feiern.







