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#Nationalteams
- Dänemark sichert sich den Gruppensieg

Deutschland im Halbfinale

Es wird einen neuen Europameister geben. Die deutsche Mannschaft schaltete mit Frankreich den Titelverteidiger aus und erreichte selbst das Halbfinale. Den Hauptrunden-Sieg schnappte sich Dänemark. Dagegen ist für Slowenien das Turnier beendet. Es stehen damit immerhin sieben Akteure der SG Flensburg-Handewitt im Halbfinale.

10.850 Zuschauer in Herning warteten gespannt auf die Neuauflage des Olympia-Viertelfinals von 2024. Der Fokus stimmte bei der deutschen Mannschaft auf Anhieb. „Auf dem Spielfeld hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl“, sagte Johannes Golla später. „Wir waren selbstbewusst, und jeder wusste, worum es geht.“ Der Kapitän selbst warf vier Tore. Unter anderem schloss er wenige Sekunden vor der Pause einen Gegenstoß mit ungeheurer Wucht ab und zementierte so den 19:15-Halbzeitstand. Zu den besten Franzosen gehörte der zukünftige SG Profi Aymeric Minne. Mit seinem fünften Treffer verkürzte er auf 30:31. Marko Grgić hatte mit seinem vierten Tor die passende Antwort parat. Die DHB-Auswahl siegte letztendlich mit 38:34. „Es hat vieles funktioniert, was funktionieren sollte“, meinte Johannes Golla. „Und vorne gingen Würfe rein, die in anderen Spielen nicht saßen.“

Dänemark mit Startschwierigkeiten
Die deutschen Handballer waren vorübergehend Tabellenführer und konnten rund 30 Minuten hoffen, es auch zu bleiben. Die Dänen brauchten vor 15.000 Fans etwas Anlauf. Nach einer knappen Viertelstunde führten die Norweger mit 10:7 und hielten den Rückstand mit dem 16:19 zur Pause noch in einem akzeptablen Rahmen. Dann ging es blitzschnell – und die Dänen rauschten zu einem 38:24-Kantersieg. „Für uns war das Spiel sehr wichtig, auch wenn wir uns bereits für das Halbfinale qualifiziert hatten“, sagte Lasse Møller. „Wir wollten die vollen 60 Minuten alles geben und unseren Rhythmus sichern.“ Der Halblinke spielte in der Schlussphase, als Kevin Møller vier Würfe parierte. Insgesamt gingen 16 der 38 dänischen Tore auf die Kappe der SG Spieler Emil Jakobsen (7/5), Simon Pytlick (6) und Niclas Kirkeløkke (3).

Zwei Niederlagen binnen 24 Stunden
Slowenien hatte nach der gestrigen 25:29-Niederlage gegen Kroatien nur noch minimale Chancen auf das Halbfinale. Und die waren gegen Island recht bald nur noch theoretischer Natur. Nach dem 31:39 mussten sich die Südosteuropäer mit Platz vier in der Hauptrunde begnügen. Für Domen Novak endete das Turnier mit einer großen Effizienz. Er warf in beiden Spielen 15 Tore, ohne einen Wurf zu vergeben. Ebenfalls erstaunlich: Bis auf ein Feldtor verwandelte der SG Rechtsaußen sonst ausschließlich Siebenmeter.

So geht es weiter
Die EHF EURO 2026 umfasst nur noch fünf Spiele. Der Freitag wird um 15 Uhr mit der Partie um Rang fünf eröffnet: Portugal gegen Schweden. Dann folgen die spannenden Halbfinals. Um 17.45 Uhr trifft die DHB-Auswahl auf Kroatien. Um 20.30 Uhr folgt der „Nordschlager“ zwischen Dänemark und Island. Am Sonntag geht es ab 15.15 Uhr um Bronze. Das Endspiel wird um 18 Uhr angepfiffen.

Erstellt von ki