Die GP JOULE Arena verwandelt sich für 2025 ein letztes Mal in ein internationales Parkett. Nach der Partie gegen Irudek Bidasoa Irun weiß die SG Flensburg-Handewitt, mit welcher Punktzahl es in der Hauptrunde der EHF European League weitergehen wird. Anwurf ist am Dienstag um 18.45 Uhr.
Wer über Handball-Tradition in Spanien spricht, sollte Bidasoa Irun nicht vergessen. Der Klub aus Nordspanien saß in den 1990er Jahren sogar einmal auf dem europäischen Handball-Thron und zählt – nach einer Durstrecke vor etwa 15 Jahre – wieder zu den ersten Handball-Adressen auf der Iberischen Halbinsel. Ab 1970 war Bidasoa Irun erstklassig und gewann 1987 sogar die spanische Meisterschaft. Die 1990er Jahre markierten schließlich die goldene Ära des Vereins, in der Bidasoa Irun sieben weitere Titel zur Erfolgsbilanz hinzufügen konnte, darunter 1995 die EHF Champions League. Der Glanz verblasste mit der Jahrtausendwende. 2007 verabschiedete sich Bidasoa Irun sowohl aus dem Europapokal wie auch aus der Liga Asobal. Ein Neuaufbau musste eingeleitet werden. Seit 2016 erlebt die Spielstätte „Polideportivo Artaleku“ (2200 Plätze) wieder erstklassigen Handball. Und sehr bald folgten auch wieder internationale Begegnungen. 2019 und 2021 war nur der FC Barcelona in Spanien stärker. In der letzten Serie reichte es für Platz vier.
Trainer und Kader
Die Regie für das sportliche Geschehen führt seit letzter Saison Álex Mozas. Der 40-jährige kam von BM Torrelavega und arbeitet auch für den Nachwuchssektor des spanischen Handballverbandes. „Unser Anspruch in der EHF European League ist es, in jedem Spiel auf höchstem Niveau zu agieren“, betont der Trainer. „Letztes Jahr hatten wir ein unvergessliches Erlebnis und hoffen natürlich, dass wir wieder etwas Ähnliches erreichen können.“ Im Frühling war erst das Viertelfinale die Endstation. Der Kader kann sich sehen lassen: Den Angriff steuert Spielmacher Gorka Nieto. Eine Größe im Verein ist seit Jahren Rechtsaußen Iñaki Cavero. Zu den aussichtsreichen spanischen Talenten gehört der Halblinke Julen Muglica. Die chilenischen Salinas-Brüder Rodrigo und Esteban besetzen die rechte Rückraum-Position und den Kreis. Weitere ausländische Profis sind der serbische Kreisläufer Marko Jevtic, der kubanische Linksaußen Dariel Garcia und die beiden Torhüter. Leon Maciel stammt aus Argentinien, Jakub Skrzyniarz aus Polen.

