Nach drei Auswärtsspielen in Serie ist es nun endlich so weit. Die SG Flensburg-Handewitt freut sich über das erste Heimspiel 2026 in der DAIKIN HBL. Die Zielsetzung ist wie immer: Es sollen gegen die HSG Wetzlar zwei Punkte eingefahren werden. Anwurf ist am Freitag um 19 Uhr.
Mit einem Doppelschlag war die mittelhessische Winterruhe beendet: Die HSG Wetzlar stellte gleich zwei Neuzugänge vor. Der eine ist Michael Allendorf, der mit sofortiger Wirkung die Position des Geschäftsführers Sport übernahm. Sein Vorgänger Jasmin Camdzic hatte angekündigt, ab Sommer eine persönliche Auszeit anzutreten. Michael Allendorf war von 2006 bis 2010 als Linksaußen bei der HSG gewesen und wechselte dann zur MT Melsungen – zunächst als Spieler, dann als Sportvorstand. „In den letzten Jahren habe ich deutlich erlebt, dass Erfolg nur dort entsteht, wo Leidenschaft, harte Arbeit und Überzeugung zusammenkommen“, sagte Michael Allendorf bei seinem Amtsantritt in Wetzlar. In seinem Schlepptau befand sich Andreas Palicka. Der schwedische Torwart wechselte nach nur einem halben Jahr aus Kolstad einmal mehr in die Bundesliga, wo er schon beim THW Kiel und den Rhein-Neckar Löwen unter Vertrag gestanden hatte. „Ich will mithelfen und alles dafür tun, dass wir gemeinsam den Klassenerhalt erreichen“, erklärte der 39-Jährige. Er bleibt bis Juni und wird sich dann den Füchsen Berlin anschließen.
Keine gute Hinrunde
Die personellen Veränderungen waren das Resultat einer unter den Erwartungen gebliebenen ersten Saisonhälfte. Die HSG Wetzlar luchste der SG Flensburg-Handewitt am ersten Spieltag zwar einen Punkt ab, danach folgten bis Weihnachten aber nur noch sechs weitere Zähler. Eine Konsequenz der Talfahrt: Trainer Momir Ilic trat zurück. Einen Tag später wurde Rúnar Sigtryggsson als Nachfolger präsentiert. Der Isländer war zuletzt in Leipzig tätig gewesen. Ausgerechnet gegen den sächsischen Erstligisten ging es am letzten Freitag – im Kellerduell. Die beiden Kontrahenten trennten sich mit einem 26:26-Remis. Nicht mehr dabei war Kreisläufer Nikola Grahovac, der die HSG Wetzlar vorzeitig verlassen hatte und zum nordmazedonischen Klub Eurofarm Pelister wechselte. Andere sollen in den nächsten Monaten die Kastanien aus dem Feuer holen. Die besten Torschützen waren bislang der Halblinke Philipp Ahouansou und Linkshänder Stefan Cavor.

