Am Sonntag um 15 Uhr ertönt in neun Arenen gleichzeitig der Anpfiff. Es ist der 34. und letzte Spieltag der DAIKIN HBL. Die SG Flensburg-Handewitt muss beim gerade entthronten deutschen Meister Füchse Berlin antreten.
Am morgigen Samstag hat die SG ihre letzte Übungseinheit der Saison, dann macht sie sich auf den Weg in die Bundeshauptstadt. Nach dem glatten 39:28-Erfolg der Füchse Berlin bei der MT Melsungen ist die Spannung aus der Angelegenheit gewichen. Nur Statistik-Freunde haben eine helle Freude daran auszurechnen, wie hoch die SG gewinnen müsste, um die zwei Punkte besserplatzierten Füchse noch zu überholen: Es wäre ein Sieg mit 33 (!) Toren Vorsprung erforderlich. Ein solches Schützenfest hatte es in der 60-jährigen Geschichte der Bundesliga noch nie gegeben. Den Rekord hält der HSV Hamburg, der sich vor über 15 Jahren zwei Mal ein 27-Tore-Polster verschaffen konnte – gegen Abstiegskandidaten. Ein solches Resultat ist natürlich kein realistisches Vorhaben für die SG. „Es gibt keine sportliche Bedeutung mehr“, bringt es SG Coach Aleš Pajović auf den Punkt. „Wir wollen die Saison mit einer guten Leistung beenden.“
Ein 40:39-Sieg im Hinspiel
Spannung gibt es noch in Kiel, wo der THW gegen den TBV Lemgo-Lippe den fünften Platz verteidigen möchte. Dramatisch könnte es im Tabellenkeller werden. GWD Minden würde mit einem Sieg oder einem Remis bei Absteiger DHfK Leipzig die HSG Wetzlar in die Zweitklassigkeit stoßen, wenn diese zu Hause gegen Meister SC Magdeburg verlieren sollte. Eng war es im Hinspiel zwischen den Füchsen Berlin und der SG, die im Dezember hauchdünn mit 40:39 die Oberhand behielt. Die Ballwerfer von der Spree samt ihres Trainers Nicolej Krickau, der von Juli 2023 bis Dezember 2024 für die SG tätig war, wollen im Rhythmus bleiben. Sie gehören zu den vier europäischen Top-Teams, die am nächsten Wochenende das Final Four der EHF Champions League in Köln bestreiten werden. „Natürlich ist es ein schweres Auswärtsspiel für uns“, meint Aleš Pajović. „Aber wir haben es in dieser Saison meistens gut gelöst – und das soll auch am Sonntag so sein.“ Etliche SG Fans werden vor Ort sein.
