Am Mittwoch ab 20.45 Uhr geht es für die SG Flensburg-Handewitt mal nicht um Punkte, sondern um eine gute Ausgangsbasis. In der GP JOULE Arena wird gegen die TSV Hannover-Burgdorf das erste Viertelfinale in der EHF European League ausgetragen. Das Rückspiel wird am kommenden Dienstag um 18.45 Uhr in Hannover angepfiffen.
Für die Spätschicht am morgigen Mittwoch sind rund 3300 Tickets abgesetzt. Mannschaft und Trainer hoffen auf eine große Unterstützung von den Rängen. „Wir wollen den Heimvorteil nutzen und einen klaren Sieg herauswerfen“, kündigt SG Coach Aleš Pajović an. „Ein Sieg mit fünf Toren Vorsprung wäre ein gutes Ergebnis.“ Auf dem internationalen Parkett standen sich die beiden Nordklubs noch nie gegenüber. Sie kennen sich aber aus der DAIKIN HBL bestens. Die SG gewann im September zu Hause mit 37:29 und siegte erst Anfang April mit 35:32 in Niedersachsen. Vor allem die Erkenntnisse aus dieser Paarung flossen in die aktuelle Vorbereitung ein: Positionsangriffe, Deckung oder Sieben-gegen-sechs-Situationen wurden nochmals durchleuchtet. Allerdings gibt es bei den „Recken“ eine entscheidende Änderung: Rückraumass Marian Michalczik erlitt im Training einen Fußbruch und wird in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Bei der SG sah es am Dienstag bestens aus. „Alle waren beim Training, erstmals seit Monaten war kein junger Spieler dabei“, erzählt Aleš Pajović. „Hoffentlich gibt es kurzfristig keine böse Überraschung.“
Mittwoch nur die „erste Halbzeit“
Am Sonntag holten sich die „Recken“ gegen den TBV Lemgo Lippe ein 30:30-Remis, während die SG bekanntlich bereits am Freitag gegen die MT Melsungen eine ihrer besten Vorstellungen in dieser Saison zeigte. „Wir dürfen nicht in die Falle tappen, dass es von allein läuft, denn die letzten Spiele sagen jetzt gar nichts aus“, betont SG Kapitän Johannes Golla. Er weiß: „Wir treffen auf eine erfahrene Mannschaft.“ Am Mittwoch ist nach dem Schlusspfiff erst Halbzeit. Die SG muss beim zweiten Spiel in Hannover antreten, hat aber den Vorteil, sich bis dahin voll auf diese Aufgabe konzentrieren zu können. Die SG sollte ursprünglich am Sonntag in Magdeburg antreten. Diese Begegnung wurde auf den 21. Mai verlegt. Dagegen muss Hannover am Samstag zum Bergischen HC. Drei Tage später möchte die SG in der Niedersachsen-Metropole alles klar machen für die dritte Teilnahme an den EHF Finals. „Wir haben gute Laune und sind gut drauf“, sagt Aleš Pajović. „Beides wollen wir weiterhin auf dem Spielfeld zeigen.“
