Ein runder Handball-Sonntag

- SG ließ dem BHC keine Chance

Die SG Flensburg-Handewitt bleibt in der LIQUI MOLY HBL zu Hause ungeschlagen. Am Sonntagnachmittag gewann sie gegen den Bergischen HC mit 30:17 (18:6). Die besten Torschützen waren Aaron Mensing (9), Johannes Golla (5) und Emil Jakobsen (5/1).

Die Sonntagsstimmung in der „Hölle Nord“ war schnell prächtig. Mads Mensah ließ den Ball das erste Mal ins Netz platschen. Auf der Halbposition in der 6:0-Deckung wechselte er sich zunächst mit Aaron Mensing ab. Die SG hatte den Bergischen HC sehr bald im Griff und nutzte die Fehler gnadenlos: Magnus Rød eilte zum 5:2. Nach der ersten Viertelstunde drückte sich die Dominanz im Ergebnis aus: 11:4. Dem BHC nutzte auch ein zweites Team-Timeout nichts: Der Gast zerschellte immer wieder an der SG Defensive. Kevin Møller hielt deutlich mehr Bälle als er welche aus dem Kasten holte. Vorne hatte Aaron Mensing einen sehr guten Zug zum Tor: Mit einem Doppelschlag erhöhte er auf 16:6 und traf in den ersten 30 Minuten häufiger als das gesamte BHC-Team. Schon vor der Pause bewegte sich die SG in zweistelligen Dimensionen. Die Fans skandierten voller Begeisterung: „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“

Kurzes Tal ohne Folgen
Die zweite Hälfte eröffnete Kevin Møller mit einer Doppelparade. Die SG agierte weiterhin mit der Startaufstellung, aber plötzlich lief das Spiel ganz anders. Die Westdeutschen erzielten in nicht einmal acht Minuten genauso viel Treffer wie im gesamten ersten Durchgang. Der Zwischenstand von 20:12 war nicht bedrohlich, das Tief sollte sich aber auch nicht ausweiten. Teitur Einarsson, der phasenweise schon in der ersten Hälfte mitgemischt hatte, half nun auf dem rechten Flügel aus. Gøran Søgard war im Rückraum an der Reihe. Die Aufholjagd des BHC war beendet, der Vorsprung der SG wuchs wieder. Neun Minuten vor Schluss entdeckte Aaron Mensing eine Lücke, zog ab und erhöhte auf 26:14. In einer Auszeit der Gäste wurden die ersten Siegesgesänge angestimmt. Lasse Møller meldete sich als sechster Weltmeister zurück und erzielte gleich einen Treffer. Anton Lindskog bekam ein paar Minuten, und August Pedersen schloss einen Kempa-Trick zum 28:15 ab. Stehende Ovationen begleiteten die letzten Aktionen der Partie.

SG Flensburg-Handewitt – Bergischer HC  30:17 (18:6)
SG Flensburg-Handewitt:
K. Møller (19 Paraden) – Golla (5), Hald, Einarsson, Mensah (3), Søgard (1), Hansen (1), Pedersen (2), Jakobsen (5/1), Mensing (9/1), L. Møller (1), Lindskog, Rød (3), Kirschberger
Bergischer HC: Johannesson (4/1 Paraden), Oberosler (7 Paraden, ab 26.) – Beyer (2), Persson, Scholtes (1), Weck (2), Gunnarsson (2), Ladefoged (2), Babak (1), Szücs, Gutbrodt, Schmitz (1), Arnesson (1), M´Bengue, Stutzke (5)
Schiedsrichter: Hellbusch/Jansen (Trebur); Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Golla 2, Hald 2, Lindskog 2 -Ladefoged 2, M`Bengue 2, Stutzke 2); Siebenmeter: 2/1:0 (Hansen scheitert an Johannesson); Zuschauer: 5833
Spielverlauf: 1:2 (3.), 6:2 (7.), 6:3 (8.), 10:3 (14.), 11:5 (16.), 13:6 (21.) – 18:7 (33.), 19:8 (34.), 20:9 (36.), 20:12 (38.), 21:13 (42.), 24:13 (46.), 27:14 (53.), 29:15 (57.), 30:16 (59.)