Auf 115 folgt 116: Zum zweiten Mal in dieser Woche fährt die SG Flensburg-Handewitt nach Kiel. Am Samstag soll es in der DAIKIN HBL viel besser laufen als zuletzt in der EHF European League. Anwurf ist um 20 Uhr.
29:36 verlor die SG am Dienstag beim THW Kiel. Es war trotz der Bedeutungslosigkeit der Partie keine Leistung, die auch nur halbwegs zufriedenstellte. Die Enttäuschung über die Vorstellung war greifbar. Keine 72 Stunden später hat sich die Gemütslage bei der SG deutlich gebessert. „Das Gefühl war richtig schlecht, da wir ein Derby verloren haben“, sagt Aleš Pajović. „Aber inzwischen ist die gute Laune zurück, wir hatten eine gute Vorbereitung. Im Training hat die Mannschaft ihr richtiges Gesicht gezeigt.“ Der SG Coach blickt auf zwei Übungseinheiten zurück, in der vieles aufbereitet wurde und viele Gespräche geführt wurden. Er lobt das umfangreiche Feedback, das aus Spielerkreisen gekommen sei. Das berühmte Kribbeln, dass vor einem Derby stärker ist als sonst, ist zu spüren. „Handball ist viel Kopfsache“, meint Aleš Pajović. „Wir bleiben positiv, denn keiner weiß, was morgen passieren wird.“
Die Ausgangslage
Der Bundesliga-Knüller ist seit Monaten restlos ausverkauft. Es geht um Punkte, die für die Qualifikation zur nächsten EHF Champions League entscheidend sein können. Dort sind aufgrund einer Reform demnächst nicht nur Meister und „Vize“ startberechtigt, sondern auch der Tabellendritte. Die SG, derzeit auf Rang zwei platziert, hat mit neun Miesen die besseren Karten. Der THW ist nach Niederlagen zu Hause gegen Gummersbach und in Stuttgart schon mit 14 Minuspunkten belastet. Denkbar ist, dass bei den „Zebras“ Elias Ellefsen á Skipagøtu zurückkehren wird. „Mit seiner individuellen Stärke wäre das THW-Spiel ganz anders“, weiß Aleš Pajović. „Wir sind auf beide Möglichkeiten vorbereitet.“ Die SG kann voraussichtlich mit einem sehr ähnlichen Team wie zuletzt antreten. Simon Pytlick bekam am Dienstag zwar einen Schlag ab und wurde ausgewechselt, sein Einsatz soll aber nicht gefährdet sein.
