Am Dienstag muss die SG Flensburg-Handewitt beim THW Kiel antreten. Zwar sind die Würfel in der EHF European League schon gefallen, dennoch ist das 115. Landesderby mehr als nur die Ouvertüre für die 116. Auflage am Samstag. Anwurf am Dienstag ist um 20.45 Uhr.
Der THW Kiel hielt sich in der EHF European League bislang schadlos, gewann vor drei Wochen auch in der GP JOULE Arena (32:30) und wird die Hauptrunde als Staffelerster abschließen. Die SG rangiert vor dem letzten Spieltag auf einem gesicherten zweiten Platz. Damit muss sie im europäischen Wettbewerb um Ostern herum in einer zusätzlichen Playoff-Runde antreten. Der Gegner wird am Dienstagabend feststehen. Entweder wird es SAH Aarhus, Elverum Handbold oder der FC Porto. Während es in der Parallelgruppe äußerst spannend zugeht, ist die Spannung aus der eigenen Staffel weitgehend entwichen. Mancherorts ist schon von einem „Übungsspielen“ die Rede. Eine Bezeichnung, die Aleš Pajović nicht so stehen lassen kann. „Wenn wir von einem Trainingsspiel reden, dann kommen da nur halbe Sachen heraus“, meint der SG Coach. „Wir wollen Gas geben und gewinnen – es ist ein Landesderby.“ Auch die Erwägungen, dass die beiden Rivalen mit Blick auf den Bundesliga-Knüller am Samstag nicht jede Trumpfkarte spielen könnten, stuft Aleš Pajović als nicht sonderlich relevant ein. „Kiel weiß ohnehin, was wir können“, betont er und schmunzelt: „Und wir wissen natürlich, was Kiel kann.“
Balance aus Tempo und Belastungssteuerung
Der Kader wird am Dienstag wohl ein ziemlich ähnliches Gesicht haben wie beim 36:28-Erfolg über Leipzig. Kent Robin Tønnesen hatte seine ersten Einsatzminuten in 2026 und machte am Montag auch in der Übungseinheit einen guten Eindruck. Ein Fragezeichen steht noch hinter Kevin Møller, sodass der junge Keeper Catalin Haidu wieder dabei ist. Insgesamt soll die Belastung gleichmäßiger als sonst verteilt werden. „Mein Plan ist nicht, etwa Simon Pytlick die vollen 60 Minuten spielen zu lassen“, erklärt Aleš Pajović. „Anderseits wollen wir aber auch das Tempo halten und einen guten Spielverlauf.“ Ebenso unklar ist, welche Mannschaft der THW Kiel ins Rennen schicken wird. Bei der 27:32-Niederlage in Stuttgart fehlten nicht nur die verletzten Emil Madsen und Elias Ellefsen á Skipagøtu, sondern auch die erkrankten Eric Johansson und Lukas Laube.
