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#Auswärtsspiel
- Die SG unterlag in Lemgo hauchdünn

Aufholjagd kam zu spät

Nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten verlor die SG Flensburg-Handewitt beim TBV Lemgo Lippe mit 33:34 (12:18). Nach der ersten Auswärtsniederlage der Saison bleibt die SG in der DAIKIN HBL knapp vor den Ostwestfalen an zweiter Stelle der Tabelle. Die besten Torschützen der SG waren Simon Pytlick (9), Kent Robin Tønnesen (7) und Domen Novak (6).

Die SG hatte einige angeschlagene Spieler zu beklagen. Einige Fragezeichen verblassten erst wenige Stunden vor dem Anpfiff. Johannes Golla saß zunächst nur auf der Bank. Den Mittelblock bildeten die Kreisläufer-Kollegen Blaž Blagotinšek und Lukas Jørgensen. Der Däne erzielte das 4:3. Es war die erste Führung einer Partie, die mit vielen Torwart-Paraden begonnen hatte. Das SG Gehäuse hütete Benjamin Burić. In den ersten sieben Minuten konnte für die SG nur Simon Pytlick treffen – und das gleich zwei Mal. Ein 0:5-Negativlauf warf die SG zurück. Technische Fehler, Fehlwürfe und zwei vergebene Siebenmeter summierten sich zu einem beträchtlichen Rückstand. Nach rund 20 Minuten kamen Johannes Golla und Niclas Kirkeløkke. Benjamin Burić blieb auf seinem Posten zwischen den Pfosten, denn er hielt weiterhin gut. Aber auch er konnte nicht verhindern, dass die nur so vor Spielfreude und Selbstvertrauen strotzenden Hausherren klar führten. Bezeichnend, dass sich direkt vor der Pausensirene ein weiterer Lemgoer Wurf zum 18:12 ins Tor drehte.

Trotz 23:29 wurde es noch einmal eng
War in der zweiten Hälfte noch etwas möglich gegen einen Gegner, dem in den ersten 30 Minuten fast alles gelungen war? Nun: Der zweite Durchgang begann mit dem ersten Sieben-Tore-Rückstand wenig verheißungsvoll. Immerhin agierte die SG nun kontrollierter und steigerte die Effizienz in der Offensive. Nach 40 Minuten bot sich die Chance, auf vier Treffer zu verkürzen. Ein Gegenstoß, aber Emil Jakobsen und Domen Novak im Nachwurf konnten den Ball nicht im Netz unterbringen. Nur wenige Sequenzen später hieß es 19:26. Akteure wie Simon Pytlick oder Marko Grgić hatten einen kräftigen Rucksack zu tragen, waren sie doch binnen 48 Stunden zum zweiten Mal voll gefordert. Kent Robin Tønnesen blühte auf und erzielte binnen einer Viertelstunde fünf Treffer. Der Norweger stand zeitweise zusammen mit Niclas Kirkeløkke auf der Platte. Der dänische Linkshänder verkürzte mit Wucht auf 25:29. Noch zehn Minuten, noch war Zeit für eine Wende. Vorne lief die Maschinerie, es wurde immer knapper. Domen Novak schloss einen Gegenstoß zum 31:33 ab. Die SG wechselte zur offenen Manndeckung. Tatsächlich traf Simon Pytlick 32 Sekunden vor Schluss zum 33:34 und ergatterte sogar noch einmal den Ball. Domen Novak wurde an der Mittellinie gefoult. Die Schiedsrichter wählten den Video-Beweis und entschieden nur auf Freiwurf, der aus so großer Distanz nichts mehr einbrachte. Schade! Jetzt geht es darum, die Akkus aufzuladen. Das nächste Topspiel ist erst in einer Woche.

TBV Lemgo Lippe – SG Flensburg-Handewitt   34:33 (18:12)
TBV Lemgo Lippe: Möstl (9/1 Paraden), Kastelic (3 Paraden) – Hutecek (5), Theilinger, Zehnder (9/6), Mudrow (1), Simak (1), Suton (6), Willecke (1), Versteijnen (5), Wagner (3), Faust (3)
SG Flensburg-Handewitt: Burić (9 Paraden), K. Møller (1 Parade, 42.-56., bei einem 7m) – Pytlick (9), Golla, Kirkeløkke (1), Grgić (2), Tønnesen (7), Jørgensen (4), Jakobsen (4/2), Blagotinšek, Novak (6)
Schiedsrichter: Hurst/Krag (Oberursel/Nieder-Eschbach); Zeitstrafen: 4:0 Minuten (Wagner 2, Willecke 2); Siebenmeter: 6/6:4/2 (Novak scheitert an Möstl und trifft Latte); Zuschauer: 4520 (ausverkauft)
Spielverlauf: 1:0 (2.), 3:1 (7.), 3:4 (8.), 4:5 (9.), 9:5 (14.), 11:6 (19.), 12:8 (23.), 13:9 (24.), 15:9 (25.), 16:11 (28.), 17:12 (29.) – 19:12 (31.), 20:13 (32.), 20:15 (35.), 22:16 (38.), 23:18 (40.), 24:19 (41.), 26:19 (43.), 26:21 (45.), 28:22 (47.), 29:23 (49.), 29:26 (52.), 31:27 (54.), 32:29 (56.), 33:30 (56.), 34:31 (58.) 

Erstellt von ki