Beim Hummel-Cup in Aue unterlag die SG Flensburg-Handewitt dem SC DHfK Leipzig mit 42:44 (20:23). Am morgigen Samstag geht es damit schon um 13.30 Uhr um den dritten Platz. Der Gegner ist voraussichtlich der Gastgeber EHV Aue, der in der zweiten, heutigen Paarung auf den SC Magdeburg trifft.
Mit 14 Spielern lief die SG in Aue ein. Blaž Blagotinšek, Kent Robin Tønnesen und Luca Witzke waren weiterhin nicht dabei. Simon Möller mit einem gehaltenen Siebenmeter und Simon Pytlick mit einem feinen Dreher setzten erste Glanzlichter, aber auch die Leipziger spielten gefällig. Das Team um den ehemaligen SG Akteur Franz Semper führte schnell mit 7:4. Die SG hatte zunächst wenig Stabilität in der Defensive und hatte nach elf Minuten bereits zehn Gegentore kassiert. Dafür kombinierte die Offensive gut. Domen Novak traf vom rechten Flügel zum 11:11. Nach etwa einer Viertelstunde wechselte die SG auf mehreren Positionen. Aksel Horgen erkämpfte sich den Ball und erzielte mit dem 14:13 die erste Führung der Nordlichter. So richtig rund lief es aber nicht. Obwohl Simon Möller einen zweiten Strafwurf entschärfte, lag die SG zur Pause mit 20:23 zurück. „Auch wenn man berücksichtigt, dass wir einen neuen Innenblock haben, waren das viel zu viele Gegentore“, meinte SG Geschäftsführer Holger Glandorf. Es war der dritte Halbzeit-Rückstand im dritten Testspiel.
Keine Stabilität in der Deckung
Offensiv eröffnete Emil Bergholt mit zwei Aktionen am gegnerischen Kreis den zweiten Durchgang. Leipzig traf aber auch und führte bald mit 28:24. Es war ein munteres Scheibenschießen, bei dem es die Abwehrreihen schwer hatten. Vorne kombinierte die SG gut. Niclas Kirkeløkke zog aus dem Rückraum ab und verkürzte auf 28:30. Die SG nährte sich mühsam wie das Eichhörnchen. Arnar Freyr Arnarsson saß mit dem Ball auf dem Boden, spielte aber noch den Pass auf Aymeric Minne, der zum 34:35 durchmarschierte. Für die Wende wurde es von der Zeit her immer knapper. Leipzig führte nach 55 Minuten mit 40:37. Trotz Testspiel-Charakter wollte die SG gewinnen und deckte nun extrem offensiv. Es reichte dennoch nicht. „Wenn man 44 Gegentore bekommt, hat man es verdammt schwer“, bilanzierte Simon Pytlick. „Im Angriff lief es gut, aber in der Abwehr stimmten Kommunikation und Einstellung überhaupt nicht. Da müssen wir uns verbessern – und genau dafür ist die Vorbereitung da.“
SG Flensburg-Handewitt: Burić (ab 31.), Möller (bis 30.) – Pytlick (10), Kirkeløkke (4), Bergholt (3), Grgić (4), Horgen (2), Volz, Jakobsen (4/3), Arnarsson (2), Minne (6), Novak (4), Møller (2), Buschmann (1)
