Die SG Flensburg-Handewitt hat im 117. Landesderby ein Unentschieden erreicht. Am Samstagabend hieß es beim THW Kiel am Ende 31:31 (14:18). Die besten Torschützen der SG waren Simon Pytlick (7) und Aymeric Minne (7).
Als sich die Nebelschwaden in der Merkur Ostseehalle verzogen hatten, zeigte sich, dass die SG mit der gleichen Formation wie in Lübeck begann. Emil Bergholt erarbeite sich am Kreis mit dem 3:2 die erste SG Führung. Simon Pytlick umkurvte die Gegner wie Slalomstangen und erhöhte. Dann gaben die Torhüter den Ton an, bei der SG war es Benjamin Burić. Die SG Fans unter dem Hallendach hatten zunächst allen Grund zur Freude. Aymeric Minne setzte sich durch und traf zum 9:6. Simon Pytlick nutzte bei einem drohenden Zeitspiel all seine Cleverness und Dynamik. Diesem spektakulären 11:9 folgten bis zur Pause allerdings nicht mehr so viele gute Aktionen der Gäste. Der THW Kiel bestimmte nun das Geschehen und hatte sich bis zur Pause einen Vier-Tore-Vorsprung herausgeworfen.
Aufholjagd in der Schlussphase
Mit Wiederbeginn hieß es schnell 20:15 für die Hausherren. Die SG musste nun aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren. In der Offensive lief es dann wieder besser. Niclas Kirkeløkke schoss durch eine Lücke und verkürzte auf 18:21. Beim 20:24 musste Simon Pytlick für eine Behandlung in die Kabine, kehrte wenig später zumindest auf die Bank zurück. Simon Möller kam beim 22:25 zum Siebenmeter und parierte ihn. Den Abpraller ergatterte Marko Grgić. Mit dem folgenden Positionsangriff konnte die SG allerdings nicht weiter verkürzen. Das Momentum sprach nun wieder für die „Zebras“, die von ihrem Publikum nach vorne gepeitscht wurden. Beim 30:25 sah es nach einer Vorentscheidung aus. Die SG deckte nun effektiver und operierte im Angriff mit sieben Feldspielern. Die Aufholjagd begann: Domen Novak verkürzte vom rechten Flügel auf 28:30. Marko Grgić donnerte zum 30:31 durch. Den nächsten Wurf der Kieler hielt Simon Möller, dann folgte ein Fehlpass. Die SG hatte den Ball und Marko Grgić glich tatsächlich aus. Den letzten THW-Angriff verteidigte die SG zunächst gut, wurde aber kurz vor dem Schlusspfiff überrumpelt. Die Merkur Ostseehalle feierte. Nach einem Videobeweis ahndeten die Schiedsrichter einen technischen Fehler (fünf Schritte). Nun bejubelte die SG einen Punktgewinn. Was für eine Wende!







