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SG vergibt zu viele Chancen

DKB Handball-Bundesliga: 23:29 – die Crunch-Time verloren

SC Magdeburg – SG Flensburg-Handewitt 29:23 (12:12)

 
 
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22. März

SG vergibt zu viele Chancen

DKB Handball-Bundesliga: 23:29 – die Crunch-Time verloren

DKB Handball-Bundesliga: 23:29 – die Crunch-Time verloren

Einmal mehr konnte die SG Flensburg-Handewitt in der Getec-Arena nicht gewinnen. Diesmal musste sie Mitte der zweiten Hälfte abreißen lassen und sich mit 23:29 (12:12) beim SC Magdeburg geschlagen geben. Damit fiel die SG in der Tabelle der DKB Handball-Bundesliga wieder auf den dritten Rang zurück. „Phasenweise haben wir es sehr gut gemacht“, meinte SG Trainer Maik Machulla im Sky-Interview. „Insgesamt haben wir aber leider zu viele freie Chancen nicht genutzt, und auch das Torwart-Duell ging deutlich an Magdeburg.“

Eine Woche lag der starke Auftritt gegen die Füchse Berlin zurück, Maik Machulla besann sich zu Beginn seiner Aufstellung, die den Tabellennachbarn eindrucksvoll geknackt hatte. Die einzige Ausnahme: Thomas Mogensen machte Platz für Jim Gottfridsson, der sogleich Anders Zachariassen am Kreis bediente. Rasmus Lauge glückte ein Steal und rannte durch zum 1:2. Zum zweiten Mal in Folge hütete Kevin Møller das SG Gehäuse. Der Däne raubte dem SCM schon in der Anfangsphase zwei Siebenmeter.

Noch besser in die Partie kam allerdings sein Gegenüber: Dario Quenstedt hielt schon in den ersten zehn Minuten fünf Würfe der SG Angreifer. Zusätzlich baute der Gast einige leichte Fehler ein, sodass die Hausherren ein 5:3 vorlegten. Kentin Mahé meldete sich erfolgreich zum Strafwurf, dennoch hieß es kurz darauf 7:4. Simon Jeppsson mischte nun mit und komplettierte eine dreigliedrige Schweden-Achse. Der Zwei-Meter-Mann bediente zwei Mal Anders Zachariassen. Der Kreisläufer wiederum glänzte mit einem langen Pass auf den eingewechselten Marius Steinhauser. 9:9! Die 6:0-Abwehr verdiente sich eine gute Note – wieder mal. Der SCM setzte nun das angeschlagene Rückraumass Michael Damgaard ein, erarbeitete sich erneut Vorteile, um dann in die Gegenstoß-Falle der SG zu tappen: Zur Pause war nichts entschieden.

Der zweite Durchgang begann mit einem mächtigen Sprungwurf von Simon Jeppsson. Dann war allerdings wieder der SCM an der Reihe, der das Heft in die Hand nahm. Die SG erlebte, wie schnell so eine Partie kippen kann. Beim 17:14 wurde es brenzlig. Henrik Toft Hansen tauchte erstmals an diesem Abend auf der Platte auf, verwertete zunächst ein schönes Anspiel, um sich bereits im Gegenzug eine Zeitstrafe einzuhandeln. Die SG füllte mit einem sechsten Feldspieler auf, aber Simon Jeppsson blieb am Block hängen. Glück, dass Christian O`Sullivan den Ball über den verwaisten Kasten schleuderte.

Rasmus Lauge und Thomas Mogensen steuerten nun den Angriff. Die wichtigsten Impulse entstanden aber in der Defensive. Eine zweite Welle schloss Holger Glandorf zum 18:17 ab. Die SG war in dieser Phase aber nicht konstant genug und drohte, vorentscheidend zurückzufallen – in einem Hexenkessel, der durch jeden packenden Zweikampf weiter angefeuert wurde. Beim 22:19 nahm Maik Machulla sein zweites Team-Timeout. Den nächsten Angriff spielten seine Jungs fein durch, doch Marius Steinhauser vergab vom rechten Flügel. Stattdessen setzte der SCM nach. Nun wurde es richtig schwierig.

Mattias Andersson sollte in der Schlussphase als Rückhalt helfen. Kentin Mahé kam doch noch zum Zuge. Maik Machulla gab das Motto aus: „Wir setzen alles auf eine Karte.“ Die SG versuchte es mit sieben Feldspielern, aber gleich der erste Versuch brachte den nächsten Dämpfer: Hampus Wanne scheiterte an Dario Quenstedt. Im Gegenzug machte Matthias Musche das 25:19 und drehte das Spannungs-Ventil endgültig zu. Stattdessen zauberten die Gastgeber zwei Kempa-Tricks auf die Platte und heizten das Handball-Fest weiter an. Die SG muss sich schnell berappeln. Am Samstag um 18 Uhr muss sie beim IFK Kristianstad antreten. Es geht im ersten Achtelfinale der VELUX EHF Champions League um eine gute Ausgangsbasis. Maik Machulla: „Wir wissen, was wir im Stande sind zu leisten.“

 

SC Magdeburg: Quenstedt (15 Paraden) – Chrapkowski (1), Bezjak (3), Weber (4), Musche (8), Damgaard (1), Christiansen (3), O´Sullivan (7/4), Musa (2)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (1 Parade, ab 48., bei zwei 7m), Møller (8/2 Paraden) – Karlsson, Glandorf (2), Mogensen, Svan (1), Wanne (2), Jeppsson (1), Steinhauser (6/1), Zachariassen (4), Toft Hansen (1), Gottfridsson (1), Lauge (2), Mahé (3/2)
Schiedsrichter: Blümel/Loppaschewski (Berlin); Zeitstrafen: 2:6 Minuten (O´Sullivan 2 – Zachariassen 2, Toft Hansen 2, Mahé 2); Siebenmeter: 6/4:3/3 (Weber und Musche scheitern an Møller); Zuschauer: 6698
Spielverlauf: 1:0 (1.), 1:2 (3.), 2:3 (7.), 5:3 (11.), 7:4 (15.), 8:5 (17.), 9:7 (20.), 9:10 (23.), 12:10 (27.) – 12:13 (32.), 15:13 (34.), 17:14 (37.), 18:15 (39.), 18:17 (43.), 19:18 (44.), 21:18 (46.), 21:19 (46.), 25:19 (49.), 26:20 (54.), 27:22 (58.), 29:22 (60.)

 
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16.07.2019 bis 13.08.2019

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