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SG muss an der Abwehr feilen

DKB Handball-Bundesliga: 32:25 – nach der Pause aufgedreht

Bis 2020: Jim Gottfridsson bleibt langfristig bei der SG

 
 
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20. April

SG muss an der Abwehr feilen

DKB Handball-Bundesliga: 32:25 – nach der Pause aufgedreht

Die SG Flensburg-Handewitt hat vorübergehend wieder die Spitze der DKB Handball-Bundesliga übernommen. Sie gewann am Mittwochabend gegen den Bergischen HC mit 32:25 (16:16). Dennoch war nicht alles Gold was glänzte. „Im Angriff läuft es im Moment überragend“, meinte SG Trainer Ljubomir Vranjes. „Aber die Abwehr wird in den nächsten Tagen das zentrale Thema sein, dort müssen wir uns steigern.“ Derweil zog BHC-Coach Sebastian Hinze ein zufriedenstellendes Fazit: „In der Besetzung, mit der wir heute hier waren, haben wir kämpferisch alles gegeben.“

Ein Blumenstrauß gab es für Henrik Toft Hansen, der in Berlin sein 100. Spiel für die SG bestritten hatte. Diesmal pausierte der Däne allerdings. Für ihn begann Jacob Heinl im Mittelblock. Das erste Tor des Tages erzielte Thomas Mogensen, der wieder gemeinsam mit Rasmus Lauge den Angriff ankurbelte. Mattias Andersson fand gleich mit seinen ersten Paraden den Rhythmus. Holger Glandorf erhöhte mit seiner Dynamik auf 4:2. Das sah doch schon sehr gut aus. Allerdings war die Streuung im Abschluss noch recht groß, woran auch Torwart Björgvin Gustavsson seinen Anteil hatte. Der Bergische HC agierte in der Offensive sehr geduldig und „nervte“ damit die SG Deckung. „Wir waren zwar in einigen Phasen unter Stress, die Abschlüsse und die Fokussierung in den letzten Pass gefielen mir sehr gut“, lobte Sebastian Hinze. Dagegen wunderte sich Ljubomir Vranjes über seine Abwehrstrategen. „Da herrschte viel Unruhe, da hat jeder seine Nebenleute in Stich gelassen“, kritisierte er.

Der schnelle Ausgleich der Gäste war ein erster Fingerzeig, wohin es gehen sollte: Die Weichen standen auf einem lange Zeit packenden Match. Anders Eggert brachte den Ball zwar von Linksaußen herrlich zum 7:5 unter, die Westdeutschen ließen sich aber nicht abschütteln. Mehrfach glichen sie aus. Kentin Mahé verwandelte mit seiner ersten Aktion einen Siebenmeter zum 10:9. Bald durfte der Franzose den Angriff mitgestalten, musste aber erst einmal mitansehen, wie der BHC beim 10:11 erstmals in Führung ging: ein von Uros Vilovski abgeschlossener Konter. Die SG antwortete: Thomas Mogensen und Anders Eggert warfen ein 14:12 heraus. Kurz vor der Pause lag aber wieder der Gast vorne. Zum Glück konnte der frisch eingewechselte Jim Gottfridsson mit einem feinen Durchbruch noch das Remis herstellen.

Der Wiederbeginn verlief glänzend. Rasmus Lauge und Anders Eggert trafen, dann parierte der gerade eingewechselte Kevin Møller seinen ersten Ball. Der Gegenstoß folgte, und Jacob Heinl markierte das 19:16. Die „Hölle Nord“ tobte, zumal die SG weiter aufs Gaspedal drückte. Ein herrlicher Spielzug mündete bei Lasse Svan, der vom rechten Flügel einschob. 21:17! BHC-Trainer Sebastian Hinze trommelte seine Truppe zu einem Team-Timeout zusammen. Aber der Appell fruchtete nicht. „Vielleicht wollten wir zu viel“, merkte Sebastian Hinze später an. „Zumindest fehlte nun die letzte Konsequenz.“ Die SG nahm die offensive BHC-Deckung weiter auseinander: Lasse Svan tauchte am Kreis auf und vollendete zum 23:18. Ein statistisch ganz besonderer Treffer war das 24:19: Tor Nummer 2500 für Anders Eggert im SG Dress. Es fiel ganz klassisch von Linksaußen.

Die Hausherren hatten alles im Griff. „Die Abwehr stand  nun enger und aggressiver“, beobachtete Ljubomir Vranjes. „Zudem halfen uns ein paar wichtige Torwart-Paraden.“ Die Zuschauer honorierten die nun gute Vorstellung mit Sprechgesängen: „Flensburg, Haandewitt!“ Der Vorsprung wuchs allmählich. Björgvin Gustavsson war zwar immer noch auf der Hut, gegen den Nachwurf von Jacob Heinl war er machtlos. 27:21! Dann durfte der ehemalige SG Keeper Christopher Rudeck in den BHC-Kasten und war kurz darauf bei einem Siebenmeter-Heber von Anders Eggert machtlos. Das Publikum war natürlich bester Laune. Und dann gab es noch einen Blumenstrauß zu beklatschen: diesmal für Jim Gottfridsson für seine Vertragsverlängerung. „Die Mannschaft hat sich freigeschwommen“, meinte SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Das war wichtig vor dem harten Spiel gegen Skopje.“ Am Samstag geht es um 17.30 Uhr gegen den HC Vardar um eine gute Ausgangsbasis im ersten Viertelfinale der VELUX EHF Champions League.

 

SG Flensburg-Handewitt – Bergischer HC 32:25 (16:16)

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (10 Paraden, bis 30., bei einem 7m), Møller (9 Paraden, ab 31., bei einem 7m) – Karlsson, Eggert (9/2), Glandorf (5), Mogensen (5), Svan (3), Jakobsson, Heinl (3), Zachariassen, Gottfridsson (1), Lauge (4/1), Mahé (2/2)
Bergischer HC: Gustavsson (7 Paraden), Rudeck (3 Paraden, ab 48.) – J. Artmann (5), Gutbrod (1), A. Hermann (4), Gunnarsson (8/4), N. Artmann, Vilovski (3), Criciotoui (3), Babak (1), Nippes
Schiedsrichter: Krag/Hurst (Frankfurt/Oberursel); Zeitstrafen: 6:10 Minuten (Karlsson 2, Gottfridsson 2, Lauge 2 – Gutbrod 4, Vilovski 4, A. Hermann 2); Siebenmeter: 5/5:4/4; Zuschauer: 6229
Spielverlauf: 1:0 (2.), 3:1 (5.), 4:2 (6.), 4:4 (9.), 6:4 (10.), 7:5 (12.), 7:7 (15.), 8:8 (16.), 10:9 (18.), 10:11 (19.), 11:12 (20.), 14:12 (23.), 14:14 (26.), 15:16 (30.) – 19:16 (33.), 21:17 (37.), 23:18 (38.), 25:19 (43.), 25:21 (45.), 30:21 (53.), 30:23 (55.), 32:24 (60.)

 

Bis 2020: Jim Gottfridsson bleibt langfristig bei der SG

Die SG Flensburg-Handewitt konnte im Rahmen des heutigen Heimspiels in der DKB Handball-Bundesliga eine wichtige Personalentscheidung für die Zukunft bekannt geben. Der schwedische Nationalspieler Jim Gottfridsson verlängert seinen seit Juli 2013 bestehenden Vertrag um weitere zwei Jahre und bleibt der SG somit bis mindestens 2020 weiter treu. Unter tosendem Applaus gab SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke die Vertragsverlängerung mit den obligatorischen Blumen in der prall gefüllten FLENS-ARENA bekannt.

Der 24-jährige Jim Gottfridsson, der mit Freundin Magdalena und Töchterchen Nellie in Handewitt wohnt, erzielte im SG Trikot mit der Nummer 24 in 140 Spielen in der DKB Handball-Bundesliga, VELUX EHF Champions League und DHB Pokal 272/2 Tore. Nur durch eine langwierige Verletzung des Mittelfußes im November 2015 gestoppt, entwickelte sich die sportliche Karriere des Rückraumtalents vorbildlich. Neben dem Super Cup 2013, dem Titel in der Königsklasse 2014 und dem Pokalsieg 2015 sammelte der junge Schwede bereits namenhafte Titel mit der SG und ist aus der schwedischen Nationalmannschaft nicht mehr wegzudenken. Zudem trat er erstmals bei der WM in Frankreich auch die Nachfolge von Tobias Karlsson als Kapitän der schwedischen Nationalmannschaft an.

SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke: „Wir sind froh, dass wir mit der Verlängerung des Vertrages von Jim einen weiteren Baustein in unserer zukünftigen Personalplanung gelegt haben. Jim hat sich bei der SG zu einem wichtigen Spieler entwickelt und großes Potenzial für die Zukunft. Wir freuen uns, dass er sich für unsere SG entschieden hat.“

SG Rückraumspieler Jim Gottfridsson: „Meine Familie und ich fühlen uns hier richtig wohl. Die private sowie die sportliche Perspektive passen bei der SG einfach. Ich freue mich, dass nun alles entschieden ist, ich mich voll und ganz auf unsere gemeinsamen Aufgaben in dieser Saison konzentrieren und dann ab Sommer auf die Zusammenarbeit mit Maik Machulla freuen kann. Ich möchte mich an dieser Stelle auch einfach einmal bei allen bei der SG und vor allem bei unseren tollen Fans bedanken. Wenn ich in die FLENS-ARENA einlaufe, bekomme ich auch nach nun fast vier Jahren jedes Mal aufs Neue eine Gänsehaut.

 
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26.05.2019 bis 23.06.2019

DIE TERMINE

Mi. 29.05.19 18:30 UhrSG Flensburg-Handewitt vs. Füchse Berlin
So. 09.06.19 15:00 UhrBergischer HC vs. SG Flensburg-Handewitt
 
Jacob Cement Baustoffe
Mehr Informationen erhalten Sie unter
http://www.sg-flensburg-handewitt.de oder www.facebook.com/SGFleHa

SG Flensburg-Handewitt Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG

Schiffbrücke 66 │ 24939 Flensburg │ Germany

phone +49 (0)461 160 96 -0 | fax +49 (0)461 160 96 -22
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