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Höchste Effizienz

DKB Handball-Bundesliga: 41:17 – Rekordsieg in Minden

GWD Minden – SG Flensburg-Handewitt 17:41 (9:18)

 
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2. März

Höchste Effizienz

DKB Handball-Bundesliga: 41:17 – Rekordsieg in Minden

Die SG Flensburg-Handewitt schloss ihren Fünf-Tages-Trip durch Europa mit einem furiosen 41:17 (19:8) bei GWD Minden ab und kann sich die nächsten Tage voll auf den Abschluss der Vorrunde in der VELUX EHF Champions League konzentrieren. Für die SG war es der höchste Sieg in der DKB Handball-Bundesliga überhaupt. „Ein solches Ergebnis erwartet man nie“, sagte SG Trainer Ljubomir Vranjes. „Ich kann meiner Mannschaft nur ein Kompliment machen: Sie hat sich auf diese Aufgabe unheimlich fokussiert.“

Zunächst roch es nach einer schweren Geburt. Minden nutzte seine ersten drei Angriffe, die SG antwortete zwei Mal postwendend. Beim 3:2 ein Ballverlust, der zur Rarität werden sollte. Denn die Gäste versprühten eine großartige Effizienz. Jim Gottfridsson erspähte in dieser Phase glänzend die Lücken in der GWD-Deckung und stellte mit drei Treffern in Folge das 5:7 her. Noch durften die Hausherren auf ein glimpfliches Ende hoffen. Florian Freitag verkürzte auf 7:8. „Es lief eigentlich gar nicht so schlecht“, erkannte GWD-Coach Frank Carstens. „Nur die Abwehr hat keinen Zugriff auf den Flensburger Angriff bekommen. Aber da hoffte ich noch, das würde sich finden.“

Dem war nicht so. Bei den Gastgebern häuften sich die Fehler, die die SG gnadenlos bestrafte. Gar nicht zu stoppen war Holger Glandorf, der mehrere Anspiele setzte, Siebenmeter herausholte und beim 7:10 selbst zur Stelle war. Anders Eggert hatte zwar nach zehn Minuten einen Siebenmeter vergeben, büßte aber nichts an seiner Souveränität beim Abschluss ein. Mit dem 7:14 setzte der Linksaußen den Schlusspunkt eines 6:0-Zwischenspurts. „Nach einer Viertelstunde hatte mein Team alles im Griff und zeigte ein überragendes Spiel“, lobte Ljubomir Vranjes. Bis dahin hatte er außer einem Angriff-Abwehr-Wechsels – Jacob Heinl für Jim Gottfridsson – gar nicht getauscht, dann bekam Anders Zachariassen seine ersten Spielanteile.

Die Westfalen hatten arge Verletzungssorgen und mussten mehrere Nachwuchsakteure bringen. Bis zum 14:24 schienen sie die Niederlage in Rahmen zu halten, dann brachen alle Dämme. „Meine Mannschaft war bemüht, bekam aber keinen emotionalen Zugriff auf die Partie“, bilanzierte Frank Carstens. „So konnten wir nur ansatzweise die Ausfälle kompensieren.“ Die SG rauschte zum Kantersieg. Alle 14 Akteure mischten mit. Bogdan Radivojevic wurde als letzter nachgetragen. Thomas Mogensen blieb hinter der Bank. Das Positive: Er hatte am Dienstag gut mit seinen Kameraden trainiert. Nun freute er sich über einen stürmischen Torreigen. Der Höhepunkt: Anders Zachariassen legte quer auf den hereinspringenden Kentin Mahé ab, der den Kempa-Trick zum 17:40 vollendete. Die Zuschauer staunten, die mitgereisten Fans sangen: „Die Nummer eins im Land sind wir!“

 

GWD Minden – SG Flensburg-Handewitt   17:41 (9:18)

GWD Minden: Eijlers (7/1 Paraden), Sonne (2 Paraden, bis 13., bei einem 7m) – Doder, Rambo (2), Freiman (2), Freitag (2), Kozlina, Gullerud (2), Korte (1), Nowatski, Richtzenhain (1), Michalczik (1), Wieling (6/2)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (17 Paraden), Møller (bei einem 7m) – Eggert (8/3), Glandorf (3), Svan (7), Djordjic (1), Heinl, Zachariassen (2), Toft Hansen (6), Gottfridsson (4), Lauge (3), Bult, Mahé (4), Radivojevic (3)
Schiedsrichter: Grobe/Kinzel (Braunschweig); Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Freiman 2, Korte 2, Wieling 2 – Heinl 2, Lauge 2); Siebenmeter: 2/2:4/3 (Eggert scheitert an Eijlers); Zuschauer: 3197
Spielverlauf: 1:0 (1.), 2:1 (2.), 3:2 (3), 3:5 (8.), 5:6 (12.), 6:7 (13.), 7:8 (16.), 7:14 (25.), 8:17 (29.) – 10:18 (31.), 11:19 (33.), 11:21 (36.), 13:23 (38.), 14:24 (41.), 14:30 (49.), 15:34 (53.), 16:38 (57.), 17:38 (58.)

 
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