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Zwei wichtige Punkte

VELUX EHF Champions League: 29:26 – langes Zittern in Schaffhausen

Kadetten Schaffhausen – SG Flensburg-Handewitt 26:29 (13:15)

 
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10. November

Zwei wichtige Punkte

VELUX EHF Champions League: 29:26 – langes Zittern in Schaffhausen

Am Abend landete die SG Flensburg-Handewitt in der Gruppe A der VELUX EHF Champions League ihren zweiten Auswärtssieg. Nach dem 29:26 (15:13) bei den Kadetten Schaffhausen hat sie 7:5 Punkte auf dem Konto. Bemerkenswert: Bei der SG trugen sich nicht weniger als zwölf Spieler in die Torschützenliste ein. Ljubomir Vranjes schaute dennoch mit gemischten Gefühlen auf die Statistik. „Das einzige Positive ist der Sieg“, sagte der SG Trainer beim TV-Sender „Sky“ im Interview. „Auch wenn wir eine Unterbrechung durch die Länderspielwoche hatten und ich viel gewechselt habe, können wir mit dieser Vorstellung nicht zufrieden sein.“

Bei der kleinen Zeremonie stand er bereits auf dem Spielfeld, anfangen durfte er aber noch nicht: Rasmus Lauge. Dafür gehörte Kevin Möller der Startaufstellung an. Der Keeper glänzte gleich mit seiner ersten Parade. Thomas Mogensen und Kentin Mahé nahmen im Angriff das Heft in die Hand. Holger Glandorf holte den ersten Siebenmeter heraus, den Anders Eggert allerdings an Latte setzte. Der Auftakt war nicht ganz rund. Zwar lochte Henrik Toft Hansen vom Kreis ein, doch dann hatten die Kadetten ein Übergewicht. Der kräftige Halblinke Luka Maros erhöhte mit seinem zweiten Treffer auf 5:2. „Ich habe immer volle Konzentration gepredigt, dennoch fehlte mir oft der nötige Fokus auf diese Aufgabe“, ärgerte sich Ljubomir Vranjes.

Derweil herrschte in der BBC-Arena prächtige Stimmung, die die SG dann dämpfte. Kentin Mahé sorgte mit zwei Rückraum-Perlen für den 6:5-Anschluss. Kurz darauf bediente der Franzose auf dem rechten Flügel Lasse Svan, der zum 7:7 abschloss. Thomas Mogensen übernahm Verantwortung, düste durch zum 7:8, der ersten Führung. Wenig später erhöhte der Däne mit seiner Dynamik auf 8:10. Ljubomir Vranjes warf die Rotationsmaschine an: Hampus Wanne, Jim Gottfridsson, Johan Jakobsson und Bogdan Radivojevic wurden eingewechselt. In der 24. Minute war es dann soweit: Rasmus Lauge feierte sein Comeback. Trotz des munteren Wechsels auf dem Spielfeld hielt die SG den Zwei-Tore-Vorsprung bis zur Pause. Pech hatten die Eidgenossen, als ihr Keeper Nikola Marinovic kurz vor der Pause mit einer Verletzung ausschied.

Der Wiederbeginn war vielversprechend: Trotz einer Unterzahl und angezeigtem Zeitspiel hämmerte Holger Glandorf den Ball zum 13:16 in die Maschen. Erstmals hatte die SG ein kleines Polster. Thomas Mogensen erhöhte auf 14:18. Die Kadetten hielten mit Gabor Csaszar weiter dagegen, aber die SG wusste auf Gegentreffer stets eine gute Antwort: die schnelle Mitte. Es schien so, dass die SG die Partie immer besser in den Griff bekommen würde, da die Spielzüge zwischenzeitlich gut funktionierten. Doch die Kadetten gaben nicht auf, arbeiteten intensiv an der Ergebniskosmetik. Einmal entschärfte Kevin Möller einen „Freien“, doch beim nächsten Geschoss von Luka Maros musste der Keeper hinter sich greifen. Nur noch 21:23!

Jacob Heinl spielte nun am Kreis, Rasmus Lauge hatte nach gut 40 Minuten seinen zweiten Einsatz. Fünf Minuten später tauschte die SG den Schlussmann. „Kevin hatte ordentlich angefangen, dann folgte eine Schwächephase, in der ich ihm Vertrauen schenken wollte“, erklärte Ljubomir Vranjes später bei „Sky“. Mattias Andersson hütete nun das Gehäuse und sah sich gleich einem Gegenstoß gegenüber: Manuel Liniger behielt die Nerven und verkürzte auf 23:24.

Ljubomir Vranjes trommelte seine Jungs bei einem Team-Timeout zusammen. Dennoch rochen die Kadetten am Ausgleich, den Mattias Andersson verhinderte. Im Gegenzug markierte Rasmus Lauge sein erstes Tor seit Ende April. Trotz der tatkräftigen Unterstützung von Mattias Andersson musste die SG bis in die Schlussphase hinein um die Zähler bangen. 26:27 – das war alles andere als ein Ruhepolster. Aus dem Rückraum unterliefen den Gästen zu viele Fehlwürfe. Doch dann traf endlich Johan Jakobsson, und Mattias Andersson parierte den nächsten Ball. So allmählich wich die Spannung aus der BBC-Arena.

 

Kadetten Schaffhausen – SG Flensburg-Handewitt 26:29 (13:15)

Kadetten Schaffhausen: Bringolf (7 Paraden, ab 27.), Marinovic (5 Paraden) – Meister (2), Delhees, Küttel (1), Graubner (1), Pendic (1), Szyba (2), Csaszar (8/3), Maros (6), Tominec (2), Markovic, Liniger (3)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (7 Paraden, ab 48.), Møller (10 Paraden) – Karlsson, Eggert (1/1), Glandorf (5), Mogensen (4), Svan (5), Wanne (2), Jakobsson (2), Heinl (1), Toft Hansen (1), Gottfridsson (2), Lauge (1), Mahé (4), Radivojevic (1)
Schiedsrichter: Cacador/Nicolau (Portugal); Zeitstrafen: 2:2 Minuten (Meister 2 – Jakobsson 2); Siebenmeter: 3/3:2/1 (Eggert trifft die Latte); Zuschauer: 3500
Spielverlauf: 1:1 (3.), 3:1 (5.), 5:2 (8.), 6:3 (9.), 6:5 (12.), 7:5 (12.), 7:8 (16.), 8:10 (20.), 10:11 (21.), 11:13 (27.), 13:14 (29.) – 13:16 (31.), 14:18 (34.), 15:19 (35.), 17:19 (36.), 18:20 (38.), 18:22 (39.), 19:23 (42.), 21:23 (43.), 23:24 (47.), 23:26 (53.), 25:26 (56.), 26:27 (58.)

 

 
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