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Sieg zum Abschluss

DKB Handball-Bundesliga: 34:31 – ordentlich viel Tore

Emotionaler Abschied

 
 
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10. Juni

Sieg zum Abschluss

DKB Handball-Bundesliga: 34:31 – ordentlich viel Tore

Mit 58:10 Punkten hat die SG Flensburg-Handewitt die Saison 2016/17 der DKB Handball-Bundesliga beendet. Am letzten Spieltag gelang in den neuen ERIMA-Trikots ein 34:31 (15:13) über den Tabellensechsten HSG Wetzlar. „Das war ein schöner Abschluss“, meinte SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Jetzt lassen wir die nächsten Tage etwas die Seelen baumeln.“ Die FLENS-ARENA wird erst am 4. August wieder für die Handballer aufgeschlossen. Dann steigt der Jacob Cement Cup.

Das war eine schöne Geste: Alle vier Spieler, die später verabschiedet wurden, durften anfangen. Petar Djordjic und Johan Jakobsson trugen sich auch gleich in die Torschützenliste ein. Insgesamt erwischte die SG aber keinen guten Start. Deshalb nahm Coach Ljubomir Vranjes, der seinen 563. Einsatz für die SG unbedingt erfolgreich bestreiten wollte, bereits beim 2:5 ein erstes Team-Timeout. Danach griff Jim Gottfridsson ins Geschehen ein und verkürzte. Rasmus Lauge kam nun über die rechte Rückraumseite. Für eine schnelle Wende langte es aber nicht, Wetzlar blieb am Drücker.

Gerade die 6:0-Abwehr der SG hatte ihre liebe Not und war vor allem am Kreis verwundbar. Nach einer Viertelstunde hatte sie sich bereits elf Gegentreffer eingefangen. Die konnten die durchaus passablen acht eigenen Toren nicht vollständig kompensieren. Jacob Heinl übernahm nun eine Rolle im Mittelblock, Anders Zachariassen übte sich kurz darauf als Halbverteidiger. Wichtig, dass Mattias Andersson beim 9:12 einen Siebenmeter von Philipp Weber vereitelte. Die SG kam auf Touren: Jacob Heinl schaffte den Anschluss, Anders Zachariassen verwandelte einen Gegenstoß zum 13:13-Remis. Thomas Mogensen und Anders Eggert sorgten dann sogar für ein Zwei-Tore-Polster zur Pause. Mit warmem Applaus ging es in die Kabine.

Nach der Halbzeit fiel die SG gleich auf 15:16 zurück. Kentin Mahé brach den Bann. Und wenig später brachte er mit einem Strafwurf seine Farben mit 18:17 in Front. Die SG gewann aus der Deckung heraus wieder die Oberhand. Anders Zachariassen setzte den Ball mit einem Dreher in die Maschen. Ein herrliches Ding, das 21:19! Sehr schön auch der Kempa-Trick, den Anders Eggert einleitete und Kentin Mahé zum 26:24 abschloss. Dennoch blieb es eng. Beim 27:26 nahm die SG Bank nochmals eine Auszeit, „Ljubos Jungs“ mussten alles investieren. Wetzlar schaffte sogar mehrfach den Ausgleich. Überragen Philipp Weber, der sich die Torjägerkrone der DKB Handball-Bundesliga sicherte.

Erst ein Gegenstoß, den Anders Zachariassen vollendete, brachte wieder etwas Luft. 31:29! Da skandierte die Nordtribüne: „Anders Eggert!“ Der ließ sich nicht lange bitten und traf sofort zum 32:29. Sein 2531. Tor war sein letztes für die SG. Stehende Ovationen brandeten von den Rängen auf. „Elf Jahre war es typisch, dass ich lange Pässe vom Torwart bekam, ich das Tor machte und dann dem Jubel erntete“, sagte Anders Eggert. Es wurde aber noch einmal knapp. Dann besorgte Kentin Mahé das 33:31, und Bogdan Radivojevic packte den Deckel auf eine Saison. „Im August sehen wir uns wieder“, grüßte Kapitän Tobias Karlsson das Publikum und läutete damit eine emotionale Abschiedszeremonie ein.

 

SG Flensburg-Handewitt – HSG Wetzlar  34:31 (15:13)

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (13/1 Paraden) – Karlsson, Eggert (5/1), Mogensen (3), Djordjic (1), Jakobsson (1), Heinl (2), Zachariassen (5), Toft Hansen, Gottfridsson (3), Lauge (2), Mahé (5/2), Radivojevic (7)
HSG Wetzlar: Buric (9 Paraden), N. Weber (1/1 Paraden) – Kneer (1), Björnsen (3), Pöter, Mirkulovski, P. Weber (10/3), Hahn, Berggreen, Kvist (4), Klesniks, Lindskog (1), Cavor (2), Kohlbacher (10)
Schiedsrichter: Hartmann/Schneider (Magdeburg/Barleben); Zeitstrafen: 4:10 Minuten (Karlsson 2, Mogensen 2 – Lindskog 4, Kneer 2, P. Weber 2, Klesniks 2); Siebenmeter: 5/3:4/3 (Eggert scheitert an Weber und Buric – Andersson hält gegen P. Weber); Zuschauer: 6300 (ausverkauft)
Spielverlauf: 1:0 (1.), 1:2 (2.), 2:2 (3.), 2:5 (6.), 4:5 (7.), 4:7 (10.), 6:8 (11.), 7:10 (13.), 8:11 (15.), 9:12 (18.), 11:12 (23.), 11:13 (24.) – 15:16 (33.), 16:17 (35.), 18:17 (36.), 19:19 (38.), 21:19 (41.), 22:21 (43.), 23:22 (44.), 25:22 (46.), 25:24 (47.), 27:25 (49.), 27:27 (51.), 28:28 (53.), 29:29 (54.), 32:29 (56.), 32:31 (59.)

 

Emotionaler Abschied

Wenige Minuten nach dem Abpfiff verdunkelte sich die „Hölle Nord“. Ein Sextett betrat letztmals das Parkett im Trikot der SG Flensburg-Handewitt und erntete viel Beifall. Etliche Tränen kullerten in jenem Moment und in der nächsten halben Stunde. Fotos und Film-Sequenzen fluteten die Videowalls und erinnerten an die Höhepunkte, die ein Quartett mit der SG erlebte. Mark Bult beendete seine Spieler-Karriere, wird aber als Co-Trainer weiterhin der SG Familie angehören. Schweden-Rückkehrer Johan Jakobsson erntete noch einmal Lob für seine großartige Einsatzbereitschaft in den letzten Monaten. Bogdan Radivojevic und Petar Djordjic wurden die besten Wünsche für ein Wiedersehen in der DKB Handball-Bundesliga oder in der VELUX EHF Champions League mit auf die zukünftigen Wege gegeben.

Anders Eggert hatte zu diesem Zeitpunkt längst feuchte Augen. 2531 Treffer in 461 Partien sind eine fantastische Bilanz. „Über Anders Eggert kann man ein eigenes Buch schreiben, er ist eine SG Legende“, schwärmte Geschäftsführer Dierk Schmäschke und ernannte den Linksaußen zum Ehrenkapitän. „Ich kann mich nur bei allen für die letzten elf Jahre bedanken“, sagte der Däne. „Die SG wird immer in meinem Herzen bleiben.“

Ein großer Stellenwert ist natürlich auch Ljubomir Vranjes in jeder SG Chronik gewiss. Als Trainer führte er die SG zu vier Trophäen. „Wir hätten natürlich alle gerne die deutsche Meisterschaft gewonnen“, meinte Beiratsvorsitzender Boy Meesenburg. „Du musst irgendwann noch einmal zur SG zurückkommen und mit uns deutscher Meister werden.“ Ljubomir Vranjes nahm sichtlich bewegt das Mikrofon. „Man kann nicht allein gewinnen. Man braucht viele, die hinter einem stehen und vor allem eine Mannschaft, die zu Europas Spitze zählt“, erklärte der Trainer und scherzte: „In den elf Jahren habe ich am Bauch zugelegt, was Eggi an Haaren verloren hat.“ Dann enterten er und Anders Eggert nacheinander die Nordtribüne und feierten mit den Fans.

 
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26.05.2019 bis 23.06.2019

DIE TERMINE

Mi. 29.05.19 18:30 UhrSG Flensburg-Handewitt vs. Füchse Berlin
So. 09.06.19 15:00 UhrBergischer HC vs. SG Flensburg-Handewitt
 
Jacob Cement Baustoffe
Mehr Informationen erhalten Sie unter
http://www.sg-flensburg-handewitt.de oder www.facebook.com/SGFleHa

SG Flensburg-Handewitt Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG

Schiffbrücke 66 │ 24939 Flensburg │ Germany

phone +49 (0)461 160 96 -0 | fax +49 (0)461 160 96 -22
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