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DKB Handball-Bundesliga:

30:26 – 40 Minuten stand Sieg auf der Kippe

TBV Lemgo – SG Flensburg-Handewitt 26:30 (15:14)

 
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26. November

Zwei erkämpfte Punkte

DKB Handball-Bundesliga: 30:26 – 40 Minuten stand Sieg auf der Kippe

Die SG Flensburg-Handewitt landete in der DKB Handball-Bundesliga einen weiteren Auswärtssieg und festigte damit ihren dritten Platz. Am Abend glückte ein 30:26 (14:15) beim TBV Lemgo. „Ich möchte die Mannschaft nur loben“, äußerte sich SG Trainer Ljubomir Vranjes in der Pressekonferenz. „Eine solche zweite Hälfte wie in Barcelona steckt man nicht so einfach weg. Aber das Team hat einen Riesen-Charakter gezeigt und über 60 Minuten konzentriert und diszipliniert agiert.“

So früh war die SG selten in der Nähe einer fremden Halle. Wegen der Auswärtspartie in Barcelona und dem Wunsch von Ljubomir Vranjes, der Mannschaft einen weiteren Reisetag zu ersparen, traf der SG Clan bereits am Montagabend in Westfalen ein und bereitete sich dort auf die Aufgabe in der Lipperlandhalle vor. Die SG begann mit der gleichen Aufstellung wie in Spanien, legte aber diesmal keine glanzvolle erste Hälfte hin und wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Gerade einmal eine Minute war gespielt, da hatte Lemgo bereits zwei Konter gestartet und führte unter dem Jubel der Zuschauer mit 2:0.

Die Anfangsphase bekam eine ungewünschte Eigendynamik. Der Elan eines kämpfenden Abstiegskandidaten vereinte sich mit den Taten eines starken Keepers Nils Dresrüsse. Plötzlich hieß es 6:2. Sollte nach dem THW Kiel der zweite Nord-Klub auf dem Lüttfeld straucheln? Nun, die SG berappelte sich allmählich. Aufbauend auf einer kernigen 6:0-Deckung und einem aufblühenden Mattias Andersson im Kasten. Die Torfolge der Lipperländer stockte.  Lasse Svan glich mit einem feinen Treffer von Rechtsaußen zum 8:8 aus. „Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde“, erklärte Ljubomir Vranjes. „Bei einem so dichten Programm kann man nicht immer optimalen Handball fordern. Da gibt es auch mal Spiele, durch die man sich durchkämpfen muss.“

Eine solche gab es am Mittwochabend. Die SG geriet postwendend wieder in Rückstand. Dann verwandelte Jacob Heinl mit einem lupenreinen Hattrick einen 9:11-Rückstand in die erste SG Führung. Der TBV reagierte nach dem 11:12 allerdings keineswegs geschockt. Die Hausherren setzten dem Favoriten weiterhin kräftig zu. Der Höhepunkt unmittelbar vor der Halbzeit-Sirene: Benjamin Herth düpierte die SG mit einem flachen Wurf. 15:14 – die traditionsreichen Westfalen führten beim Pausentee. Die Lipperlandhalle erfreute sich an einem „großen Kino“.

In der zweiten Hälfte ging der Hexentanz zunächst weiter. Zunächst streute die SG wieder zwei Führungen ein. Holger Glandorf (16:17) und Anders Eggert per Siebenmeter (17:18) hießen die Schützen. Doch dann wieder eine Rückkopplung: Lemgo konterte zum 20:18. Nach 40 Minuten lag eine Überraschung in der Luft. Doch just zu dem Zeitpunkt, als die SG in Barcelona einbrach, gewann sie nun Oberwasser. Den Westfalen schien etwas die Kraft zu schwinden, die SG setzte nun die entscheidenden Nadelstiche. „Da macht man binnen Kürzer drei Fehler, fängt sich drei Gegenstöße, und die Sache ist praktisch durch“, fasste TBV-Coach Niels Pfannenschmidt kurz zusammen. „Mit dem Kampfgeist meiner Mannschaft bin ich aber absolut zufrieden.“

Es waren zehn Minuten, in denen die SG Dominanz zeigte. Thomas Mogensen tanzte durch die Deckung, dann überwand Holger Glandorf mit einem mächtigen Satz die TBV-Deckung, ehe Lasse Svan einen Gegenstoß vollendete. Nach dem 21:24 benutzte Niels Pfannenschmidt zwar seine grüne Karte, der Gast war aber nicht mehr zu stoppen. Lars Kaufmann setzte mit einem Doppelschlag den Deckel auf die Partie. „Jetzt wollen wir nur noch nach Hause“, sagte ein zufriedener Ljubomir Vranjes. Fünf Stunden Busfahrt standen noch bevor, ehe ein Fünf-Tages-Trip durch halb Europa endlich enden sollte.

 

TBV Lemgo – SG Flensburg-Handewitt 26:30 (15:14)

TBV Lemgo: Bauer (2 Paraden), Dresrüsse (15 Paraden) – Suton, Bechtloff (3), Hornke (2), Schneider (2), Pekeler (1), Herth (3), Haenen, Zieker (4), Niemeyer, Höning (2), Hermann (6), Lemke (3)  

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (16/1 Paraden) – Karlsson, Nenadic (1), Eggert (6/5), Glandorf (5), Mogensen (4), Svan (2), Kaufmann (6), Heinl (5), Zachariassen (1), Radivojevic

Schiedsrichter: Pritschow/Pritschow (Stuttgart); Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Schneider 2, Hermann 2, Lemke 2 – Karlsson 2, Eggert 2, Svan 2); Siebenmeter: 1/0:5/5 (Haenen scheitert an Andersson); Zuschauer: 3632

Spielverlauf: 2:0 (1.), 4:1 (4.), 6:2 (7.), 6:4 (8.), 7:6 (12.), 8:8 (18.), 9:9 (19.), 11:9 (20.), 11:12 (25.), 12:13 (27.), 14:13 (28.) – 16:14 (32.), 16:17 (35.), 17:18 (37.), 20:18 (39.), 21:20 (41.), 21:26 (52.), 22:28 (57.), 23:30 (59.)

 
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18.06.2019 bis 16.07.2019

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