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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Niederlage beim SCM

06.09.2013 -DKB Handball-Bundesliga: 27:29 – die SG hat es erwischt

Die SG Flensburg-Handewitt hat am vierten Spieltag die erste Niederlage in dieser Saison erlitten. Beim noch verlustpunktfreien SC Magdeburg gab es ein 27:29 (12:12). Damit verpasste die SG nicht nur die Verteidigung der Tabellenspitze, sondern ihr glückte es auch nicht, dem 30000. Pflichtspiel-Treffer seit 1990 einen würdigen Rahmen zu verleihen. Man fand aber auch einige positive Akzente in der anfänglichen Enttäuschung. „Es war ein gutes Handballspiel mit starken Torhütern", meinte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Wir haben 60 Minuten lang gekämpft, und es gab viele positive Ansätze."

Als erstes warm waren in der Tat die Keeper. Auf der einen Seite kaufte Gerrie Eijlers den SG-Schützen einige Bälle ab, auf der anderen Seite durfte Sören Rasmussen erstmals in dieser Serie von Anfang an seine gute Form unter Beweis stellen. Passender Weise brach der Tor-Garant schlechthin das Eis für die Angreifer: Nach knapp vier Minuten verwandelte Anders Eggert einen Siebenmeter.

Die SG, die mit Thomas Mogensen, Steffen Weinhold und Holger Glandorf im Rückraum agierte, kam etwas besser in Schwung. Dank eines Doppelschlags von Holger Glandorf hieß es 1:3. Doch die heiße Atmosphäre der Getec-Arena peitschte den SCM nach vorne, der schnell ausglich und der SG einen packenden Kampf auf Augenhöhe lieferte. Nach knapp 20 Minuten besorgte der Slowenen-Import Marko Bezjak mit dem 8:7 die erste Führung der Gastgeber, der nun vorlegte. Aber die SG blieb dran und schnupperte am Halbzeit-Vorsprung. Doch Thomas Mogensen hatte Pech und traf nur den Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel lag ordentlich Druck auf dem Kessel. Plötzlich führten die Magdeburger mit zwei Toren. Die Kulisse tobte, doch die SG blieb cool. Der starke Holger Glandorf servierte gekonnt für Bogdan Radivojevic, der zum 15:15-Ausgleich einwarf. Eine gute Figur machte weiterhin auch Sören Rasmussen, der Matthias Musche bei einem Gegenstoß die Tour vermasselte. Mit diesem Rückhalt durfte die SG wieder eine Führung bejubeln: das 15:16, erzielt von Steffen Weinhold. Nachdem Anders Eggert mit einem feinen Treffer von Linksaußen auf 16:18 erhöht hatte, wurde die SCM-Bank unruhig: Team-Time-Out!

Die Hausherren ließen sich nicht so leicht abschütteln, hielten tapfer dagegen und egalisierten den Rückstand. Beim 19:19 sah sich Ljubomir Vranjes genötigt, sein Team für eine Minute um sich zu versammeln. Was es wohl zu besprechen gab? Der nächste Spielzug? Zumindest lief Anders Eggert ein, nahm den Pass von Thomas Mogensen auf und vollendete elegant. Dann war wieder Sören Rasmussen an der Reihe: Die SCM-Offensivkräfte brauchten an diesem Abend wirklich einen kräftigen Schluck Zielwasser. Die SG konnte kontern: Bogdan Radivojevic traf zum 19:21. „In dieser Phase haben wir es versäumt, den Sack zuzumachen", erklärte Dierk Schmäschke später. „Wir hatten Magdeburg am Rande einer Niederlage."

Das Pendel schlug zurück. Es entwickelte sich in der Schlussphase ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Es war keine Zeit, den ganz besonderen Treffer bei exakt 52:00 zu genießen. Mit einem energischen Zug zum Tor erzielte Holger Glandorf nicht nur das 22:23, sondern auch das 30.000. Pflichtspiel-Tor in der Historie der SG Flensburg-Handewitt. Der SCM gewann zunehmend Oberwasser. Vier Minuten vor Schluss führte er mit einem Tor. Als die letzte Minute anbrach, hieß es 28:26. Flügel-Spezialist Anders Eggert ließ seine Farben 34 Sekunden vor Ultimo noch einmal hoffen, doch die Gastgeber ließen sich den Ball nicht mehr abluchsen. „Es hat letztendlich an Kleinigkeiten gelegen", sagte Ljubomir Vranjes. „Magdeburg hat eine gute Mannschaft und stets eine heiße  Atmosphäre in der Halle." Dierk Schmäschke dachte bereits an eine Revanche am 23. Oktober: „Wir freuen uns schon auf einen packenden Fight im DHB-Pokal."

Anders Eggert erzielte den letzten Anschluss.
Fotos: Beate Haar

 

SC Magdeburg – SG Flensburg-Handewitt  29:27 (12:12)
SC Magdeburg: Eijlers (10 Paraden), Quenstedt (3 Paraden) – Rojewski (6), Musche (4), Bezjak (5), Weber (3/1), Jurecki (2), Kneer (4), Oneto (2), Natek (3)
SG Flensburg-Handewitt: Rasmussen (12 Paraden) – Karlsson, Eggert (6/3), Glandorf (7), Mogensen (4), Svan, Weinhold (4), Heinl, Gottfridsson (1), Radivojevic (3), Knudsen (2)
Schiedsrichter: Grobe/Kinzel (Braunschweig); Zeitstrafen: 8:6 Minuten (Rojewski 2, van Olphen 2, Jurecki 2, Musche 2 – Weinhold 4, Knudsen 2); Siebenmeter: 3/3:1/1; Zuschauer: 5000
Spielverlauf: 0:1 (4.), 1:3 (8.), 3:3 (9.), 4:5 (12.), 5:6 (15.), 6:7 (16.), 8:7 (19.), 8:9 (23.), 10:9 (25.), 11:10 (27.), 12:11 (28.) – 14:12 (33.), 15:13 (34.), 15:16 (37.), 16:18 (41.), 17:19 (43.), 19:19 (45.), 19:21 (49.), 20:22 (50.), 22:22 (52.), 23:23 (53.), 24:25 (55.), 26:25 (56.), 28:26 (59.), 28:27 (60.)

Von: ki

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