Stripes
Stripes
Karlsson
Grenzenlose Leidenschaft

Dr. Rastislav Trtik: „Wir wollen die Zuschauer immer unterhalten”

Er ist noch ein relativ frisches Gesicht in der Bundesliga, doch Dr. Rastislav Trtik gehört schon zu den Trainer-Persönlichkeiten. 2005 schaffte er mit der MT Melsungen den Bundesliga-Aufstieg, arbeitete bis dahin auch als tschechischer Nationaltrainer. Jetzt kommt der 45-Jährige übrigens zum dritten Mal an die Flensburger Förde. Im letzten November verlor er mit Melsungen 27:42, in der Saison 1996/97 mit dem tschechischen Spitzenklub Banik Karvina 18:26. Der KONTER sprach im Vorfeld des ersten SG-Heimspiels mit dem Melsunger Coach.

Herr Dr. Rastislav Trtik, wie lief die Vorbereitung der MT Melsungen? Gab es Probleme oder Verletzungen?
Dr. Rastislav Trtik: Zum Auftakt der Vorbereitung war ich nicht zufrieden mit dem konditionellen Stand einiger Spieler. Gerade einige Neuzugänge verfügten über keine gute Ausgangsbasis. Dieses Manko hat Zeit gekostet. Jetzt, nach 44 Trainingseinheiten, habe ich ein besseres Gefühl. Ob wir in Bestbesetzung nach Flensburg kommen, ist noch offen. Nach den diversen Vorbereitungs-Turnieren befinden sich einige Akteure in Behandlung.

Möchte in zwei bis drei Jahren in Flensburg punkten: Dr. Rastislav Trtik.

Im Sommer wechselte Goran Sprem aus dem hohen Norden nach Hessen. Wie macht er sich bislang?
Dr. Rastislav Trtik: Goran Sprem schloss sich im letzten Moment unserem Team an. Ich war etwas enttäuscht, in welcher Verfassung er zu uns gekommen ist. Aber in den letzten Wochen hat er gezeigt, dass er sich verbessern will. Goran Sprem hat seitdem einen guten Eindruck auf mich gemacht.

Die letzte Saison schloss die MT Melsungen als Zwölfter ab. Mit welchem Saisonziel gehen Sie diesmal in die Bundesliga?
Dr. Rastislav Trtik: Die letztjährige Platzierung war eine Überraschung für uns. Wir wollten vier Teams hinter uns lassen, am Ende waren es sogar sechs. Wir wollen uns nun schrittweise in der Bundesliga etablieren. Platz elf ist unser Ziel. Wir haben eine Vision vor Augen. Noch spielen wir in der schönen, aber zu kleinen Meirotel-Halle, ab der Saison 2008/2009 wollen wir eine neue Multifunktions-Arena in Kassel mit 6000 Zuschauern füllen. Zunächst müssen wir aber ein schweres Auftaktprogramm überstehen. Die vermeintlich günstigeren Spiele folgen erst im Dezember.


Vor einem knappen Jahr startete ihre Mannschaft gut in der Flensburger Campushalle, verlor dann aber noch deutlich. Können Sie diesmal die Heim-Premiere der SG vermasseln?
Dr. Rastislav Trtik: Chancen gibt es immer. Aber dieses Spiel kommt wohl zu früh für uns. Wir müssen immerhin fünf Neuzugänge integrieren, die von ihren alten Vereinen eine andere Spielphilosophie kennen. Wir möchten einen guten Eindruck hinterlassen, und wie immer die Zuschauer gut unterhalten. Es wäre aber naiv, wenn ich sagen würde, wir wollen in Flensburg zwei Punkte holen. Wenn wir uns so weiterentwickeln, können wir in zwei bis drei Jahren vielleicht mit diesem Vorhaben anreisen.