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Grenzenlose Leidenschaft

17.07.2007 -Alexander Petersson: „Ich habe keinen isländischen Nachnamen“

Alexander Petersson erreichte in der Torschützenliste der letzten Serie den zehnten Platz. Nun hofft der Isländer mit lettischen Wurzeln bei der SG Flensburg-Handewitt an die erfolgreiche Zeit beim TV Großwallstadt anzuknüpfen. Mit dem 27-Jährigen beginnt die SG-Homepage eine Interview-Serie mit den Neuzugängen, die in loser Folge fortgesetzt wird.

Zunächst beim Abstiegskandidaten HSG Düsseldorf, dann beim Mittelfeld-Aspiranten TV Großwallstadt, nun beim Spitzenteam SG Flensburg-Handewitt. Das klingt nach einem kontinuierlichen Aufstieg, oder?
Alexander Petersson: Als ich vor vier Jahren nach Deutschland in die Zweite Liga wechselte, war es mein Ziel nach oben zu kommen. Dort bin ich nun angekommen. Jetzt ist mein Ziel, dieses Niveau zu halten.

Du kannst sowohl Rechtsaußen als auch im rechten Rückraum spielen. Wo fühlst du dich selbst wohler und rechnest dir mehr Einsatzchancen aus?
Alexander Petersson: Ich fühle mich im Rückraum eigentlich sehr wohl. In der isländischen Nationalmannschaft werde ich praktisch aber nur auf Rechtsaußen eingesetzt. Bei der SG soll ich mich auch auf die Flügelposition konzentrieren. Der rechte Rückraum ist bei der SG mit Marcin Lijewski und Einar Holmgeirsson sehr stark besetzt.

Du hast einen russischen Vornamen, einen isländischen Nachnamen und das lettische Riga als Geburtsort im Pass stehen. Erzähle uns kurz deine Lebensgeschichte?
Alexander Petersson: Ich habe keinen isländischen Nachnamen. Er dürfte eher schwedischer Herkunft sein. Vermutlich habe ich Vorfahren aus Schweden, aber ich habe das nie geprüft. Aufgewachsen bin ich in Riga, wo ich auch das Handball-ABC erlernte. Mit 18 Jahren bin ich nach Island gewechselt und entschied mich nach vier weiteren Jahren für die isländische Staatsbürgerschaft, um auch an Europa- und Weltmeisterschaften teilnehmen zu können. 2003 schloss ich mich dem Zweitligisten Düsseldorf an, 2005 ging es nach Großwallstadt, und nun bin ich in Flensburg.

Hast du schon eine Wohnung gefunden?
Alexander Petersson: Ja. Mit meiner Lebensgefährtin und meinem Sohn lebe ich in der unmittelbaren Nachbarschaft von Johnny Jensen und Kent-Harry Andersson. Laut meinem neuen Trainer ist es das Beverly Hills von Handewitt. Kent-Harry Andersson kann von seinem Fenster unseren Garten einsehen und weiß immer, was ich mache. Zum Glück ist er ein sehr angenehmer Mensch. Im Moment wohnt auch noch Einar Holmgeirsson bei uns, bis er in einigen Tagen in das ehemalige Haus von Jan Thomas Lauritzen einziehen wird.

Von: ki