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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Am 11. Januar geht es los

30.12.2016 -Weltmeisterschaft 2017: Eine Heim-WM für Kentin Mahé

Vom 11. bis zum 29. Januar findet zum dritten Mal nach 1970 und 2001 eine Handball-Weltmeisterschaft in Frankreich statt. Das Gastgeber-Team gehört naturgemäß zu den Favoriten und bietet auch einen Akteur der SG Flensburg-Handewitt auf: Kentin Mahé. „Das wird ein riesiges Ereignis”, sagt der 25-Jährige. „Die Erwartungen sind allerdings groß. Frankreich gehört immer zu den Top-Favoriten – und zu Hause erst recht!”

Vor zwei Jahren gehörte er schon zur französischen Weltmeister-Garde bei den Titelkämpfen in Katar. Am Persischen Golf herschte bis auf die Spiele der Hausherren und der nordafrikanischen Teams nur wenig Stimmung in den WM-Arenen. Das dürfte diesmal ganz anders werden. Bereits Anfang Dezember waren 300.000 der insgesamt 500.000 Tickets verkauft. Im Gegensatz zu früheren Turnieren gelten die Karten nicht für einen Tag, sondern nur für einzelne Spiele. Große Nachfrage gab es über die Grenzen Frankreichs hinaus vor allem aus Deutschland und Skandinavien.

Für Kentin Mahé begann gleich nach der letzten SG Partie in Melsungen das Heim-Abenteur. Bereits am zweiten Weihnachtstag trafen sich seine Teamkameraden in Capreton, einem kleinen Städtchen an der Atlantikküste unweit Spaniens. Nach Silvester zieht der 20-köpfige Tross weiter nach Toulouse und Montpellier, wobei zwei Testspiele gegen Slowenien (6. und 8. Januar) auf dem Programm stehen. Erst dann wird der 16er Kader für die WM benannt. „Unter dem neuen Coach Didier Dinart und seinem Co-Trainer Guillaume Gille habe ich mehr Spielanteile erhalten”, hofft Kentin Mahé, wie bei den Olympischen Spielen zu den französischen Medaillen-Jägern zu gehören.

Am 11. Janaur bestreiten die Franzosen gegen Brasilien das WM-Eröffnungsspiel in Paris. Für die restlichen Spiele der Gruppe A treffen sie in Nantes auf Polen, Russland, Japan und Norwegen. Interessant: Gegen Polen und Norwegen setzte es bei der letzten Europameisterschaft die einzigen Niederlagen. „Da haben wir noch eine Rechnung offen“, weiß Kentin Mahé, der sich sonst mit großen Worten zurückhält: „Wir wollen die Etappen nicht überspringen, erst einmal wollen wir das Achtelfinale erreichen.” Für diese Runde und das Viertelfinale kündigt sich ein besonderer Höhepunkt an: In Lille, einem umgebauten Fußballstadion, wird der franzöische Zuschauer-Rekord im Handball fallen.

Von: ki