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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Zum zwölften Mal im Viertelfinale

31.03.2019 -VELUX EHF Champions League: 30:20 – früh auf Kurs

Es hat deutlich gereicht. Die SG Flensburg-Handewitt löste die Aufgabe gegen den HC Meshkov Brest mit 30:20 (14:8) und steht damit zum zwölften Mal seit 2004 im Viertelfinale der VELUX EHF Champions League. „Ich bin sehr stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein“, sagte SG Trainer Maik Machulla. „Die Jungs spielen seit Monaten auf einem sehr hohen Niveau und gehören nun zu den acht besten Teams in Europa.“ Das erste Viertelfinale gegen Telekom Veszprém wird am 24. April um 19 Uhr angepfiffen.

Die SG war in ihrem 200. Spiel der VELUX EHF Champions League sofort fokussiert. Jim Gottfridsson zog aus der zweiten Reihe ab. Anders Zachariassen lochte vom Kreis ein. Die 6:0-Abwehr funktionierte sehr gut. So hatten die Hausherren bereits ein kleines Polster, als Holger Glandorf nach fünf Minuten zum 3:1 durchsauste. Der „Ehemalige“ Petar Djordjic wurde mit warmem Applaus begrüßt und „bedankte“ sich mit zwei frühen Treffern. Dennoch hieß es bald 6:3 für die SG. „Die Aggressivität in der Abwehr war genau richtig“, lobte Maik Machulla. „Zudem gelang es, mit Kraft und Tempo die kompletten 60 Minuten zu agieren.“

Kleine Täler ohne Gewicht
Ganz fehlerfrei läuft es im Handball nie. Und als Hampus Wanne einen Siebenmeter ausließ, blieb die SG sogar geschlagene fünf Minuten ohne Erfolgserlebnis. Großes Gewicht sollte dieses kleine Tal jedoch nicht haben. Die Hausherren blieben dominant. Kurzfristig agierte Rasmus Lauge in einer Doppelfunktion – als Spitze einer 5:1-Formation und als Verwerter der Gegenstöße. Das 10:6 brachte die Ränge noch mehr in Wallung. Die Zuschauer feierten auch Benjamin Buric, der zunächst einen Strafwurf mit einer tollen Beinarbeit vereitelte und wenig später Hampus Wanne mit einem weiten Pass bediente. Der Schwede traf und befeuerte mit einem Doppelschlag zum 14:8 die „Hölle Nord“ weiter. „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“, skandierten die Fans.

Bester Schütze: Hampus Wanne mit sieben Toren. Fotos: Nolte.

Zweite Hälfte verhaltener, aber souverän
Zur Pause war das Polster in der Gesamtabrechnung auf stolze acht „Hütten“ angewachsen. Nur noch ein ähnlich dramatischer Einbruch wie in der Schlussphase des Hinspiels hätte das Viertelfinal-Ticket kosten können. In einem der ersten Angriffe des zweiten Durchgangs steckte Rasmus Lauge auf Anders Zachariassen durch, der auf 16:11 erhöhte. Insgesamt begann die SG die zweiten 30 Minuten etwas verhaltener, geriet aber nicht mehr in die Bredouille. Maik Machulla rotierte, schickte Johannes Golla auf die Platte. Der junge Kreisläufer erzielte das 18:12, kassierte im nächsten Angriff allerdings wegen eines Offensivfouls eine Zeitstrafe.

Viele Komplimente vom Gegner
Es brannte nichts mehr an. Zielstrebig hämmerte Holger Glandorf den Ball zum 21:15 in die Maschen, während dem HC Meshkov ein Wechselfehler unterlief. Schon zehn Minuten vor Schluss sangen die Fans triumphierend: „Flensburg-Handewitt!“ Derweil begeisterte Hampus Wanne mit einem Zaubertor und dem 25:16. Veszprém kann kommen! „Wir haben auf eine Überraschung gehofft, mussten aber erkennen, dass wir der SG in allen Belangen unterlegen waren“, sagte Pavel Horak, Rückraum-Routinier des HC Meshkov. Sein Trainer Manolo Cadenas stellte fest: „Gerade an das Level in der Abwehr sind wir nie herangekommen. Die SG ist nicht nur ein Top-Team der Bundesliga, sondern auch eines der besten Teams in der Welt.“ Benjamin Buric äußerte sich etwas bescheidener: „Ich bin mit unserer Leistung über die kompletten 60 Minuten sehr zufrieden.“

Gute Kombination über Anders Zachariassen.



SG Flensburg-Handewitt – HC Meshkov Brest  30:20 (14:8)
SG Flensburg-Handewitt: Buric (17/1 Paraden), Bergerud (bei einem 7m) – Karlsson, Golla (1), Glandorf (5), Svan (1), Wanne (7), Jeppsson, Jøndal (1/1), Zachariassen (2), Johannessen (4), Gottfridsson (4), Lauge (5), Rød
HC Meshkov Brest: Pesic (10/1 Paraden) – Kulak (3), Bachko, Yurynok, Poteko, Ivic (1), Shumak (1), Baranau (1/1), Horak, Razgor (2), Djordjic (2), Obranovic (1), Selvasiuk (1), Djukic (6/3), Shylovich (2)
Schiedsrichter: Pavicevic/Raznatovic (Montenegro); Zeitstrafen: 6:8 Minuten (Golla 2, Zachariassen 2, Johannessen 2 – Kulak 2, Poteko 2, Obranovic 2, Shylovich 2); Siebenmeter: 2/1:5/4 (Wanne verwirft gegen Pesic – Buric hält gegen Baranau); Zuschauer: 4709
Spielverlauf: 1:0 (1.), 3:1 (5.), 4:3 (9.), 6:3 (10.), 6:5 (12.), 8:5 (16.), 10:6 (20.), 10:8 (25.) – 14:9 (32.), 15:11 (37.), 16:12 (38.), 18:12 (40.), 19:14 (43.), 20:15 (45.), 24:15 (49.), 25:17 (53.), 28:17 (56.), 29:18 (57.), 29:20 (59.)

 

 

Von: ki