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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

11.09.2010 -TOYOTA Bundesliga: 30:24 – SG souverän

Der Aufwärtstrend der SG Flensburg-Handewitt hält an. Bei der TSV Hannover-Burgdorf glückte ein 24:30 (15:11)-Erfolg, der im Vorfeld dieser Partie nicht in dieser souveränen Manier erwartet worden war. „Meine Mannschaft ist schon wieder annähernd in der Form des letzten Jahres", strahlte SG-Trainer Per Carlén. „Es sind zwar noch keine 100, aber immerhin schon 80 Prozent."
Anders Eggert sprühte nur so vor Spielfreude. Nach seinem Muskelfaserriss mischte der Wirbelwind erstmals in dieser Serie auf seiner geliebten Linksaußen-Position mit und erwischte einen Auftakt nach Maß. Nur 58 Sekunden waren gespielt, da markierte der Däne das 1:0. Kurz darauf traf er ins kurze Eck zum 2:1. Und nachdem Anders Eggert mit seinem ersten Siebenmeter an TSV-Schlussmann Nenad Puljezevic gescheitert war, machte er es kurz darauf besser und verwandelte einen Gegenstoß zum 4:4.
Insgesamt fand die SG aber nicht so gut ins Match. Die Hannoveraner operierten mit einer offensiven Deckung, in der Spitze der Ex-SGer Torge Johannsen. Einige Bälle stibitzten die Niedersachsen. Mehrere Gegenstöße rollten auf das von Dan Beutler gehütete Gehäuse zu. Auch wenn der Schwede zwei Mal tapfer hielt, führten die Gastgeber kurz darauf mit 8:5. Da waren noch keine zwölf Minuten gespielt.
Hinter der guten 6:0-Deckung kam Dan Beutler nun immer mehr in Fahrt. „Über seine Leistung habe ich mich richtig gefreut", sagte Per Carlén. Knappe drei Minuten später glich Oscar Carlén zum 8:8 aus. Der junge Linkshänder war es auch, der weitere gut drei Minuten später das 11:9 erzielte. Die TSV-Bank nahm ihre Auszeit. Doch Lasse Svan Hansen konterte trocken zum 10:13. Erstmals bejubelten die mitgereisten Fans einen Drei-Tore-Vorsprung. Die SG hatte ihren Rhythmus gefunden und baute den Vorsprung bis zur Pause sogar aus.
Auch wenn die Burgdorfer mal einen Kempa-Trick einstreuten, kontrollierte die SG das Geschehen weiterhin deutlich. Sie führte kontinuierlich mit vier oder fünf Toren, beim 14:20 (37.) waren es erstmals sogar sechs Treffer Vorsprung. Lasse Svan Hansen hatte eingenetzt. Der Rechtsaußen war einmal mehr einer der besten SG-Angreifer. Per Carlén nutzte die Gelegenheit und wechselte munter durch. In der Schlussphase auch etwas notgedrungen, da Jacob Heinl nach seiner dritten Zeitstrafe (55.) ausschied. Die SG ließ sich den klaren Erfolg aber nicht mehr aus der Hand nehmen. „Meine Mannschaft hat 60 Minuten lang gekämpft", bilanzierte TSV-Coach Aron Kristjansson. „Aber gegen starke Flensburger war das nicht genug."


TSV Hannover-Burgdorf – SG Flensburg-Handewitt 24:30 (11:15)
TSV Hannover-Burgdorf: Meyer, Puljezevic – Johannsen (6), Jonsson (4/2), Hallgrimsson (5), Lehnhoff (1), Buschmann, Rydergard, Olsen (6/1), Jurdz (2), Svavarsson, Bedzikowski
SG Flensburg-Handewitt: Beutler – Karlsson (1), Carlén (6), Eggert (5/2), Fahlgren (2), Mogensen (3), Svan Hansen (7), Djordjic, Mocsai (2), Heinl (2), Szilagyi (1), Boesen (1)
Schiedsrichter: Pritschow/Pritschow (Stuttgart); Zeitstrafen: 8:10 Minuten (Svavarsson 4, Jonsson 2, Olsen 2 – Heinl 6, Karlsson 2, Szilagyi 2); Rote Karte: Heinl (55., dritte Hinausstellung); Siebenmeter: 4/3:3/2 (Olsen scheitert an Beutler – Eggert vergibt gegen Puljezevic); Zuschauer: 2664
Spielverlauf: 0:1 (1.), 2:3 (3.), 4:3 (4.), 5:5 (9.), 8:5 (12.), 8:8 (15.), 9:9 (17.), 9:12 (21.), 10:14 (27.) – 11:16 (31.), 13:17 (34.), 14:20 (37.), 15:22 (40.), 17:24 (49.), 21:26 (54.), 21:29 (58.), 24:29 (60.) 


Weitere Berichte
13.9.2010 – Formkurve steigt weiter an (Flensborg Avis)
10.9.2010 – Was erwartet die SG in Hannover? (Homepage, Vorschau)

Von: ki