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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

07.03.2010 -TOYOTA Bundesliga: 30:21 – SG gönnte Wetzlar keine Spannung

Die SG Flensburg-Handewitt untermauerte mit einem 30:21 (14:8)-Erfolg bei der HSG Wetzlar den dritten Tabellenplatz in der TOYOTA Bundesliga. Im Schlepptau bleibt FA Göppingen. Die Schwaben gewannen am gestrigen Samstag mit 33:28 bei der HSG Düsseldorf. „Wir hatten in der Saisonvorbereitung sehr hart trainiert", erklärte Torwart Dan Beutler, weshalb die SG in den letzten Partien physisch einen so starken Eindruck hinterließ. „Das macht sich nun bemerkbar, wir haben die nötige Kraft."
Im Vergleich zum jüngsten Heimsieg gegen Lübbecke gab es in der Startaufstellung der SG eine Veränderung. Anders Eggert begann diesmal auf Linksaußen. Die ersten Akzente der Partie setzte aber Dan Beutler, der seinem Team mit einigen Paraden, darunter ein Siebenmeter, gleich den Rücken stärkte. Der Abwehr-Riegel hielt exakt 4:30 Minuten, ehe Sven-Sören Christophersen das erste Tor für die Gastgeber markierte. Die Die SG zeigte sich davon aber unbeeindruckt. Oscar Carlén netzte cool ein. Nach knapp sieben Minuten hieß es bereits 1:4.
Kurz darauf konnte die SG-Deckung den Wetzlarer Linkshänder Daniel Valo nicht stoppen. 2:4 – und Zeitstrafe gegen Jacob Heinl! Die Gäste verteidigten aber ihren Vorsprung. Lasse Boesen trumpfte nun auf, traf selbst zwei Mal und lieferte ein gutes Anspiel. Oscar Carlén konservierte den Drei-Tore-Vorsprung mit einem blitzschnellen Vorstoß. 6:9! Als Jacob Heinl einen Gegenstoß erfolgreich gelaufen hatte, nahm HSG-Coach Michael Roth seine Auszeit.
Die kurze Unterbrechung in der 17. Minute hatte aber keinen Einfluss auf die Dominanz der SG. Das SG-Abwehrbollwerk blieb geschlagene acht Minuten ohne Gegentreffer und legte den Grundstein für den Vorstoß auf 6:13 (23.). „Tobias Karlsson und Jacob Heinl stehen in den letzten Spielen unglaublich stark", lobte Dan Beutler. Der Keeper hatte schon zur Pause die Zahl seiner Glanztaten in den zweistelligen Bereich geschraubt.
Wie würde der Mannschaft der Pausentee bekommen? Wer aus dieser Frage einen Anlass zur Beunruhigung ableiten wollte, durfte sich schnell gemütlich zurücklehnen. Die SG machte Anfang der zweiten Hälfte in Windeseile den Sack zu. Nach einem Doppelschlag von Oscar Carlén führte die SG mit 17:8. Nach 45 Minuten betrug der Vorsprung gar zwölf Treffer (13:25). „Mit unserer derzeitigen Abwehr-Leistung können wir jeden Gegner schlagen", machte Dan Beutler Mut für die kommenden Aufgaben.
Die Hessen kümmerten sich danach um etwas Ergebnis-Kosmetik, während sich die SG eine kleine, schöpferische Pause nahm. Der klare Sieg geriet aber nie in Gefahr, vor allem weil Alexander Petersson seinen Torhunger stillte. Per Carlén nutzte die Chance und warf zehn Minuten vor dem Ende den „Rückkehrer“ Petar Djordjic ins Rennen. Ein Tor an alter Wirkungsstätte war dem 19-Jährigen aber nicht vergönnt.

Lasse Boesen erzielte fünf Treffer.



HSG Wetzlar – SG Flensburg-Handewitt  21:30 (8:14)
HSG Wetzlar: N. Weber (bis 18.), Krasavac (7/1 Paraden) – Schmidt (3), Valo (2), Christophersen (9/4), Mraz (3), Chalkidis (1), Werum, Allendorf, Schneider (1), S. Weber, Smoler (2), Salzer
SG Flensburg-Handewitt: Beutler (21/2 Paraden) – Karlsson, Carlén (8), Eggert (7/5), Fahlgren, Mogensen (1), Svan Hansen, Djordjic, Heinl (2), Petersson (7), Boesen (5)
Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen); Zeitstrafen: 8:8 Minuten (Carlén 4, Heinl 2, Mogensen 2 – Salzer 2, Schmidt 2, Chalkidis 2, Roth 2); Siebenmeter: 6/4:6/5 (Allendorf scheitert an Beutler, Christophersen scheitert an Beutler und trifft im Nachwurf – Eggert scheitert an Krasavac); Zuschauer: 3215
Spielverlauf: 0:2 (4.), 1:4 (7.), 3:6 (11.), 4:7 (13.), 6:8 (16.), 6:13 (23.), 7:14 (24.) – 8:17 (34.), 10:17 (36.), 11:21 (42.), 13:25 (46.), 17:25 (51.), 17:27 (54.), 20:28 (58.)


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Von: ki