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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

SG Jungs feiern Weihnachten!

24.12.2018 -Ruhige Feiertage: Trotz der Partie in Ludwigshafen

Die SG Flensburg-Handewitt steht in der DKB-Handball Bundesliga vor ihrer wohlverdienten Pause. Nach dem Traumstart und der mit 36:0 Punkten aus 18 Spielen erreichten Rekordbilanz der Vereinsgeschichte, freuen sich die einige SG-Spieler auf freie Tage durch den Jahreswechsel, andere auf die Weltmeisterschaft im Januar des neuen Jahres, die in Deutschland und Dänemark stattfindet.

Die Weihnachtsplanungen hingegen, müssen kurz gehalten werden. „Wir spielen ja am 2. Weihnachtstag in Ludwigshafen“, muss Rückraumspieler Simon Jeppsson aufgrund der weiten Auswärtsreise eingestehen, „dass ich noch nicht genau weiß, was ich Heiligabend mache. Ich hoffe, dass ich nach Hause nach Schweden fahren kann und die kurze Zeit mit der Familie und Freunden genießen kann.“ Besser sieht es da beim Dänen Anders Zachariassen aus. „Ich fahre nach Hause zu meiner Familie. Dort gibt es dann als Essen Truthahn. Dazu werden wir um den Weihnachtsbaum tanzen und singen. Das machen wir jedes Jahr. Es gibt auch Geschenke, aber das Wichtigste ist, dass wir zusammen sind“, so der Kreisläufer, der nur einen sehr kurzen Weg ins benachbarte Sonderborg hat.

Marius Steinhauser mit der kürzesten Rückreise
Dagegen hat der deutsche Rechtsaußen in Reihen der SG einen längeren Weg, doch das letzte Auswärtsspiel in Ludwigshafen kommt Marius Steinhauer entgegen. „Die Familie meiner Freundin kommt nach Flensburg. Dann werden wir ruhig und traditionell Heiligabend verbringen. Nach dem Spiel in Ludwigshafen, reise ich dann von dort nach Hause und verbringe Zeit mit meiner Familie“, so Steinhauser, der sich mit 68 Kilometern in seine Heimatstadt Karlsruhe, dann zumindest auf die kürzeste Rückreise aller SG Spieler freuen darf. Der Freude kommt auch Kreisläufer Johannes Golla sehr nahe. „Ich werde in Flensburg bleiben, da wir ja am 25. Dezember wohl Training haben. Aber nach dem Spiel in Ludwigshafen geht es dann zu meiner Familie“, so Golla, der mit 98 Kilometern auch einen überschaubaren Weg in seine Heimatstadt Wiesbaden hat.

Schwedischer Hering an Heiligabend
Zwei schwedische Spieler in Reihen der SG werden mit Familienmitgliedern und auf jeden Fall gemeinsam Weihnachten feiern. „Wir feiern Weihnachten bei Jim“, so Hampus Wanne, der Heiligabend zu Gast bei Jim Gottfridsson ist. Deren Landsmann und Kapitän Tobias Karlsson freut sich auf den Heiligabend. „Meine Familie und ich feiern zu Hause mit Freunden, die uns aus Schweden besuchen kommen. Dann gibt es, wie es in unserer Heimat eine Tradition ist, schwedischen Hering. Am Abend kommt dann der Weihnachtsmann. Dass ist immer etwas Besonderes, vor allem für die Kinder. Wir werden die Zeit genießen.“ Der Norweger Magnus Rød wird es sehr ruhig angehen. „Es ist mein erstes Weihnachten in Flensburg. Leider kann meine Familie nicht kommen. Also werde ich wohl trainieren“, so der Rückraumspieler mit einem entspannten Lächeln. Der Däne Simon Hald freut sich auf einen Tag, ohne Handball. „Heiligabend kommt meine Freundin aus Sonderborg und meine Familie zu mir. Wir werden dann gut essen und den Tag ruhig und ohne Stress verbringen. Denn am 25. Dezember müssen wir trainieren und haben am 26. Dezember ja ein Spiel.“ So nehmen sich die Spieler der SG am 24. Dezember, im wahrsten Sinne des Wortes, eine „Auszeit“. 

Die WM steht vor der Tür
Die Weltmeisterschaft vom 10. bis 27. Januar 2019 wirft auch bei den Spielern der SG Flensburg-Handewitt ihre Schatten voraus. Das Turnier, in Deutschland und Dänemark, wird viele skandinavische Teilnehmer aus Reihen der SG dabei haben. Denn neben den automatisch qualifizierten Dänen aus dem Nachbarland, sind auch Norwegen und Schweden dabei. Bis zu elf Akteure könnten zum WM-Kader der drei Nationen gehören. 

Tobias Karlsson: Ich werde es genießen, als Zuschauer die WM zu beobachten. Dänemark ist mein Favorit und ich hoffe so auch auf ein Finale Dänemark gegen Deutschland. Doch es ist eng da oben. Spanien ist ein ganz starker Titelkandidat. Außenseiterchancen haben Norwegen und Schweden. 

Jim Gottfridsson (lächelt): Dänemark wird Weltmeister. 

Simon Jeppsson: Als Schwede kann ich ja nur Schweden sagen. Aber es ist ein langer Weg dahin und ich hoffe, dass ich dabei bin. 

Anders Zachariassen: Dänemark und Deutschland haben als Ausrichter sicherlich gute Möglichkeiten, Weltmeister zu werden. Das ist für uns als Dänen also auch ein Vorteil. Doch es gibt noch so viele weitere starke Mannschaften. 

Simon Hald: Ich hoffe natürlich auf Dänemark als Weltmeister. Meine Favoriten sind Frankreich, Spanien und als Gastgeber auch Deutschland. Mein Geheimfavorit ist Norwegen. 

Magnus Rød: Ich hoffe natürlich auf uns Norweger. Dänemark und Deutschland gehören aber ganz sicher zu den Favoriten, aufgrund ihres Heimvorteils. 

Gøran Sögard Johannessen: Dänemark wird Weltmeister. 

Marius Steinhauser: Ich tippe ganz Klassisch auf Deutschland. 

Johannes Golla: Ich glaube, Frankreich wird Weltmeister. Sie sind mein Topfavorit. Dahinter folgt Spanien, die nicht schlechter sind. Aber ich hoffe natürlich auf Deutschland, in einem Finale gegen Dänemark (lacht). 

Von: jös/Friesenanzeiger