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Interview der Woche

05.03.2019 -Johannes Golla: „Es ist eine Ehre“

Die SG Flensburg-Handewitt hat wieder einen deutschen Nationalspieler. Johannes Golla wurde von Bundestrainer Christian Prokop für den kommenden DHB-Lehrgang nominiert und soll am Samstag gegen die Schweiz spielen. Die Redaktion sprach mit dem 21-jährigen Kreisläufer.

Johannes, in dieser Woche verlässt du als einziger den SG Stall und schließt dich der deutschen Nationalmannschaft an. Wie hast du von deiner Nominierung erfahren?
Johannes Golla: Zwei oder drei Tage vor der offiziellen Bekanntgabe des Kaders hatte mich Christian Prokop selbst angerufen. Auch wenn ich bei der Weltmeisterschaft bereits zum 28er Aufgebot gehörte, war ich überrascht. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass ein Länderspiel stattfindet. Natürlich freue ich mich, es ist eine Ehre.

Von deinen SG Kameraden konntest du von einer Nationalmannschaftswoche auch nichts erfahren. Dänen, Norweger und Schweden spielen nicht, da es sich um keine allgemeine Länderspiel-Pause handelt. Wie werden die nächsten Tage für dich aussehen?
Johannes Golla: Da ich zunächst der einzige aus dem Norden bin, fahre ich am morgigen Dienstag allein nach Kamen. Mittags ist Treffen im Sportcentrum Kaiserau. Mit dem Lehrgang selbst habe ich mich noch gar nicht beschäftigt, da mein Fokus bis Sonntag voll auf die SG gerichtet war. Ich freue mich aber, dass ich einige alte Bekannte aus den Zeiten der Junioren-Nationalmannschaft wiedertreffe und ein paar neue Leute kennenlernen werde. Nach dem Länderspiel am Samstag gegen die Schweiz geht es zurück. Sonntag habe ich dann einen Tag frei, bevor ich wieder in das SG Training einsteige. Dieser Lehrgang passt umso mehr, da es bei der SG in dieser Woche ohnehin etwas ruhiger geworden wäre.

Gegen die Schweiz bestreitest du voraussichtlich dein Nationalmannschaftsdebüt. Wie gut kennst du die Eidgenossen?
Johannes Golla: Andy Schmid kennt man natürlich aus der DKB Handball-Bundesliga. Außerdem habe ich mit der Junioren-Nationalmannschaft schon gegen eine Auswahl der Schweiz gespielt. Sie hatte damals einen guten Jahrgang.

Bei der Weltmeisterschaft gehörtest du schon zum 28er Aufgebot. Warst du im Januar mal bei einem Spiel live vor Ort?
Johannes Golla: Nein, war ich nicht. Aber ich habe alle Spiele am Fernseher verfolgt und die Daumen gedrückt. Zunächst hatten wir bei der SG noch frei, und ich habe die Spiele mit meiner Familie gesehen. Beim Halbfinale haben sich dann alle in Flensburg verbliebenen Spieler versammelt und gemeinsam geschaut. 

Von: ki