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Karlsson
Grenzenlose Leidenschaft

Holger Glandorf im 500er Klub

30.11.2018 -DKB Handball-Bundesliga: SG peilt gegen HSG Wetzlar 15. Sieg an

Einige Fans träumen schon von der Titelverteidigung oder zumindest einer verlustpunktfreien Hinrunde, was bis auf dem TBV Lemgo (2002/3) und dem THW Kiel (2011/12) noch keinem anderen Verein der DKB Handball-Bundesliga gelungen ist. Die Verantwortlichen treten auf die Euphoriebremse. „Wir müssen stets auf dem Boden bleiben und immer von Spiel zu Spiel denken“, warnt SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke vor dem Heimspiel gegen die HSG Wetzlar. Anpfiff ist am Sonntag um 16 Uhr.

Am Donnerstag verbesserte sich die Situation an der Tabellenspitze abermals – obwohl die SG selbst gar nicht im Einsatz war. Der SC Magdeburg unterlag überraschend Frisch Auf Göppingen mit 28:29 und liegt als Dritter nun schon sechs Minuspunkte hinter der SG. Maik Machulla registrierte dieses Ergebnis nur nebenher. „Ich denke, wir tun gut daran, wenn wir uns auf unsere Arbeit konzentrieren und weniger auf die Tabelle schauen“, sagt der SG Trainer. „Natürlich strotzt die Mannschaft derzeit nur so vor Selbstvertrauen – und das ist auch gut so. Aber es ist nur ein schmaler Grat, dass man denkt, es könnte alles von allein gehen.“

Warnendes Beispiel vor exakt 20 Jahren
Die vereinsinterne Weihnachtsfeier am Freitagabend wird die Mannschaft natürlich besuchen – allerdings nur für zwei Stunden. Der Fokus muss auf den Trainingsbetrieb gelegt werden. Wie wichtig eine konzentrierte Spielvorbereitung und die Einstellung der Akteure sind, zeigt eine Begebenheit, die exakt 20 Jahre her ist. Am 2. Dezember 1998 hatte die SG vom Achtelfinale im DHB-Pokal geträumt, danach trauerte sie über ein 16:28 beim Bundesliga-Kellerkind HSG Dutenhofen, dem Vorgänger der HSG Wetzlar. In den letzten Monaten hatten die Mittelhessen ein paar Verletzungssorgen, verbuchten inzwischen aber einige wertvolle Zähler. Die Partie gegen den unangenehmen Gegner bedeutet für einen Akteur ein Wiedersehen. „Ich hatte zwei sehr schöne Jahre bei der HSG“, sagt Benjamin Buric. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er am Sonntag gegen seinen Ex-Klub anfängt. „Er kennt die Spieler sehr gut und wird sehr motiviert sein“, meint Maik Machulla.

Wer kann spielen?
Beim Personal war in den letzten Tagen eine Menge Bewegung. Gerade waren alle Vertragsmodalitäten für den Wechsel von Dani Baijens zum TBV Lemgo-Lippe geklärt, da brach sich Gøran Johannessen den Daumen an der Wurfhand und wird mehrere Wochen ausfallen. Gute Kunde gibt es von Anders Zachariassen, der wieder an Bord ist. Auch Kapitän Tobias Karlsson steigert wieder die Intensität. Ob es für Sonntag reicht, ist noch fraglich. „Tobbe ist immer sehr loyal zu seinen Kollegen, will immer helfen“, erklärt Maik Machulla. „Aber manchmal stellt er dabei auch seine Gesundheit hinten an – und das ist nicht immer von Vorteil.“

Ein großes Jubiläum
500 Spiele in der DKB Handball-Bundesliga sind schon eine sehr besondere Zahl, die in der über 50-jährigen Historie der Liga erst neun Akteure erreicht haben. Darunter Jan Holpert (1993-2007), Mattias Andersson (2011-2018), Andreas Thiel (2001) und Thomas Knorr (1998-2001), die alle auch das Trikot der SG trugen. Am Sonntag gesellt sich ein weiterer 500er dazu: Holger Glandorf. Er stieß nach Stationen bei der HSG Nordhorn und dem TBV Lemgo im Sommer 2011 zur SG. „Diesem tadellosen Sportsmann wollen wir natürlich ein schönes Jubiläum schenken“, sagt Dierk Schmäschke. „Dazu zählt selbstverständlich ein Sieg gegen die HSG Wetzlar.“

Anders Zachariassen ist wieder im Kader. Foto: Nolte

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Karten-Situation.
Es gibt nur noch wenige Sitzplatz- und einige Stehplatz-Tickets, und zwar im SG-Online-Shop, im Scandinavian Park Handewitt, im Angelner Autohuus und an der Abendkasse. Die SG Tickethotline ist erreichbar unter: 01806-997718 (0,20 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,60 €/Min). 

Fernsehen. Das Spiel wird ab 15.55 Uhr auf Sky Sport 4 „live“ übertragen.

Live-Ticker. Zum Live-Ticker der DKB Handball-Bundesliga geht es hier.

SG-BUS-Shuttle-Dienst Flensburg-Exe. Drei Gelenkzüge von AKTIV BUS und Förde Bus fahren ab 14.30 Uhr vom Parkplatz „Exe“ zur FLENS-ARENA. Bis 45 Minuten nach dem Spiel pendeln die Busse zwischen FLENS-ARENA und Exe.

SG-BUS-Shuttle-Dienst Flensburg-Fördepark. Ein Gelenkzug fährt ab 14.30 Uhr vom Parkplatz Fördepark (Haltestelle Linie 14) zur FLENS-ARENA. Bis 45 Minuten nach dem Spiel pendelt der Bus zwischen FLENS-ARENA und Fördepark.

SG-BUS-Shuttle-Dienst Handewitt. In Handewitt startet um 15.15 Uhr ein Gelenkbus von der Wikinghalle nach Flensburg. Nach Handewitt fährt ein Bus 25 Minuten nach Spielschluss zurück.

Hallen-Öffnung. Die FLENS-ARENA öffnet um 14.30 Uhr.

Schiedsrichter. Lars Geipel (Steuden) und Marcus Helbig (Landsberg).

Statistik. Von den bisherigen 46 Begegnungen gewann die SG immerhin 37. Nur vier Mal gingen die Hessen als Sieger vom Feld. Das Torverhältnis lautet 1377:1135.

Von: ki