Stripes
Stripes
Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Platz drei gefestigt

04.05.2014 -DKB Handball-Bundesliga: 35:23 – Eggert überragte bei Kantersieg

Die SG Flensburg-Handewitt bringt so schnell nichts aus der Bahn. Drei Tage nach der 26:29-Niederlage in der DKB Handball-Bundesliga beim HSV Handball zeigte sich die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes gut erholt. Vor 5800 Zuschauern in der heimischen FLENS-ARENA gab es einen souveränen 35:23 (16:9)-Kantersieg gegen die MT Melsungen, immerhin Tabellensechster, Europacup-Anwärter und DHB Pokal-Halbfinalist. Durch den Erfolg hat die SG ihren dritten Tabellenplatz gefestigt und hat die erneute Champions League-Qualifikation weiterhin in den eigenen Händen.

„Ich bin heute sehr zufrieden“, sagte Ljubomir Vranjes nach der Gala-Vorstellung im vorletzten Heimspiel der Saison. „Wir haben eine gute und aggressive Abwehr gestellt. Dahinter hat Mattias Andersson überragend gehalten.“ Der Schwede weiter: „Außerdem haben wir 60 Minuten lang Tempo gemacht, so dass wir am Ende etwas Kräfte schonen und viel wechseln konnten. Ich bin sehr stolz auf mein Team, das innerhalb von nur acht Tagen bereits das dritte Spiel absolviert und dabei eine gute Einstellung gezeigt hat. Es sieht möglicherweise leicht aus, doch es steckt harte Arbeit hinter so einer Leistung."

Ljubomir Vranjes, der sich nach dem HSV-Spiel selbstkritisch gezeigt hatte, gönnte Thomas Mogensen zunächst eine Pause und ließ Jim Gottfridsson auf der Spielmacher-Position beginnen. Zudem agierte Drasko Nenadic wieder auf der halblinken Position. Nachdem Melsungen den ersten Treffer der Partie erzielte übernahm die SG schnell das Geschehen und ging mit 7:4 (13.) in Führung. Die Gäste um den ehemaligen Flensburger Patrik Fahlgren nahmen eine Auszeit, es wurde jedoch nicht besser. Ganz im Gegenteil. Über 13:6 (23.) zog die SG bis zur Pause auf 16:9 davon und hatte bereits den Grundstein für den Heimsieg gelegt.

Im zweiten Durchgang kam dann auch Thomas Mogensen in die Partie und die SG zerlegte die Gäste weiter nach belieben. Der Vorsprung betrug zwischenzeitlich 14 Tore. Ljubomir Vranjes nutzte die Schlussphase sogar dazu, um Michael V. Knudsen für den besten Torschützen der Partie, Anders Eggert (13 Treffer) auf Linksaußen zu schicken. Von dort suchte der Däne den Weg an den Kreis und die SG agierte mit zwei Kreisläufern. Eine Variante, die laut Vranjes noch „wichtig“ werden könnte. „Es war ein wichtiger Sieg in Bezug auf Platz drei“, sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Es ist eine tolle Leistung, gegen den Sechsten mit zwölf Toren Differenz zu gewinnen. Jetzt haben wir eine Woche Zeit, um uns in Ruhe auf das Spiel beim THW Kiel vorzubereiten.“

„Nach der jüngsten Niederlage war der Sieg heute wichtig“, so Jim Gottfridsson. Der junge schwedische Mittelmann der SG weiter: „Mit einer guten Abwehr und einem starken Torwart konnten wir viele schnelle Tore erzielen. Dadurch haben wir einen wertvollen Erfolg geholt, schließlich ist Platz drei immer noch ein wichtiges Ziel für uns“ – die SG ist weiterhin in der Spur.

 
SG Flensburg-Handewitt – MT Melsungen 35:23 (16:9)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (16 Paraden), Rasmussen (7 Paraden) – Karlsson, Nenadic (1), Eggert (13/2), Glandorf (4), Mogensen (2), Svan (6), Weinhold (3), Heinl, Gústafsson, Gottfridsson (3), Radiovjevic (1), Knudsen (2)
MT Melsungen: Appelgren (12 Paraden), Sandström – Stenbäcken (2), Schröder (2), Kubes (1), Allendorf (1), Hildebrand (1), P. Müller (3), M. Müller (4), Zufelde (3), Danner, Vuckovic (2), Fahlgren, Forstbauer, Mansson (4)
Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen); Zuschauer: 5800; Siebenmeter: 3/2:0 (Radivojevic scheitert an Appelgren); Zeitstrafen: 8:2 Minuten (Heinl 4, Gottfridsson 2, Radivojevic 2 – P. Müller 2)
Spielverlauf: 0:1 (1.), 1:1 (2.), 2:1 (6.), 4:2 (8.), 5:4 (9.), 7:4 (13.), 8:4 (16.),11:6 (20.), 13:6 (23.), 13:7 (25.), 14:7 (26.), 16:9 (30.) - 17:9 (32.), 20:10 (35.), 24:11 (38.), 26:12 (43.), 27:13 (46.), 29:15 (50.), 31:19 (55.), 34:22 (59.), 35:23 (60.)

Von: sg