Stripes
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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Jetzt sind es 44:0 Punkte

03.03.2019 -DKB Handball-Bundesliga: 33:24 – viele schöne Momente

Die SG Flensburg-Handewitt schreibt ihre Erfolgsgeschichte in der DKB Handball-Bundesliga weiter. Am Sonntagnachmittag besiegte sie den TBV Lemgo Lippe mit 33:24 (18:12) und verbesserte ihre Bilanz damit auf 44:0 Punkte. In der Pressekonferenz gratulierten sich die Trainer gegenseitig. „Wir hatten großen Respekt vor dem Gegner, da TBV-Mannschaft in der letzten Zeit eine sehr gute Entwicklung erlebt hat“, sagte SG Coach Maik Machulla. Kollege Florian Kehrmann musste erkennen: „Gegen diese SG, die mit sehr hoher Dynamik auftrat, hätte bei uns alles passen müssen. Außerdem fehlten uns drei Spieler, zwei weitere waren angeschlagen.“

Der auffälligste Akteur der ersten Minuten war zweifelsfrei Rasmus Lauge. Vorne warf er die ersten drei Treffer zum 3:1, hinten positionierte er sich als Spitze einer 5:1-Defensive. Für diese Formation hatte sich Maik Machulla nach reifer Überlegung entschieden. „In der Vergangenheit haben wir uns gegen personell geschwächte Gegner häufiger zu weit nach hinten verzogen“, verriet der SG Übungsleiter später. „Mit einer 5:1-Abwehr wollte ich sofort Aktivität hineinbringen.“ Sehr gut in die Partie kam auch Torbjørn Bergerud. Seine ersten Paraden krönte der Norweger mit einem gehaltenen Siebenmeter, den die ganze „Hölle Nord“ feierte. Dennoch hielt der TBV in der ausverkauften FLENS-ARENA zunächst mit, glich mehrmals aus. Bis zum 6:6 verhinderten einige Ungenauigkeiten mehr für die SG.

Magnus Rød spielte durch.

SG bestrafte Fehler gnadenlos
Dann sprang der Motor an. Erste und zweite Welle liefen. Magnus Rød war gleich drei Mal der Profiteur und markierte das 10:6. Die Offensive kurbelten nun Jim Gottfridsson und Gøran Johannessen an. Die SG hatte nun alles im Griff. Einen weiteren Konter setzte Anders Zachariassen zum 15:8 in die Maschen. Sieben Tore vor – das war schon ein stattliches Polster. „Mit der offensiven Abwehr hatten wir leider unsere Probleme“, musste Florian Kehrmann einräumen. „Einem Vorwurf kann ich aber niemandem machen, mit unserem vorhandenen Personal war einfach nicht mehr drin.“ Die Mannen um Rückkehrer Dani Baijens zeigten aber auch schöne Aktionen. Besonders spektakulär ein Aufsetzer von Tim Suton, der praktisch mit der Halbzeit-Sirene zum 18:12 einschlug.

Magnus Jøndal machte sieben Tore. Foto: Nolte (1), Ki (3)

Magnus Rød erstmals über 60 Minuten
Nach der Pause sorgte Magnus Rød für die ersten Begeisterungsstürme, der seine Torgefahr eindrucksvoll unter Beweis stellte. Holger Glandorf blieb erstmals in dieser Saison durchgängig auf der Bank. „Ende der ersten Hälfte wollte ich Holger eigentlich bringen“, erklärte Maik Machulla. „Aber Magnus Rød hat es fantastisch gemacht und sollte mal die Erfahrung von 60 vollen Minuten machen.“ Die SG wollte mehr: Tobias Karlsson sicherte mit einem Hechtsprung den Ball. Kurz darauf erhöhte Lasse Svan auf 23:15. Zwischenzeitlich verschloss die SG Defensive für neun Minuten ihre Schleusen. Der frisch eingewechselte Simon Jeppsson steckte zu Johannes Golla durch, der zum 28:18 einlochte. Der lange Schwede war dann selbst noch drei Mal zur Stelle.

Pause bis zum 14. März
„Die Nummer eins im Land sind wir“, sangen die Fans. Es klappte gewiss nicht alles, dennoch war der Sonntagsauftritt unter dem Strich ein guter Einstieg in eine etwas andere Woche. „Im Spiel unserer Mannschaft war richtig viel Leidenschaft und Bewegung“, lobte SG Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Die elf Tage Pause werden allen gut tun, es kommen noch viele schwere Aufgaben auf uns zu.“ Erst am 14. März geht es für die SG wieder um Punkte, dann in Hannover.

Der 22. Sieg wurde mit den Fans gefeiert.

SG Flensburg-Handewitt – TBV Lemgo  33:24 (18:12)
SG Flensburg-Handewitt: Bergerud (14/3 Paraden) – Karlsson, Golla (2), Svan (2), Wanne (4/4), Jeppsson (3), Jøndal (7), Steinhauser, Zachariassen (4), Johannessen, Gottfridsson (1), Lauge (3), Rød (7)
TBV Lemgo Lippe: Wyszomirski (1 Parade), Johannesson (6 Paraden) – Hornke (3/2), Suton (8), Carlsbogård, Baijens (3), Ebner (2), van Olphen (1), Hübscher, Zieker (3), Schalles (3/1), Engelhardt, Kogut (1)
Schiedsrichter: Kilp/Maier (Oberursel/Steinbach); Zeitstrafen: 2:6 Minuten (Karlsson 2 – Ebner 2, Suton 2, Engelhardt 2); Siebenmeter: 5/4:7/4 (Jøndal trifft den Pfosten – Hornke zwei Mal und Zieker scheitern an Bergerud); Zuschauer: 6300 (ausverkauft)
Spielverlauf: 2:0 (3.), 3:1 (6.), 3:3 (10.), 5:3 (11.), 5:5 (14.), 6:6 (15.), 11:6 (21.), 13:7 (23.), 15:8 (24.), 16:10 (27.), 18:11 (30.) – 19:12 (32.), 20:14 (34.), 22:14 (38.), 23:15 (39.), 23:17 (44.), 27:17 (51.), 28:19 (55.), 30:20 (57.), 31:21 (58.), 32:22 (59.), 32:24 (60.) 

 

Von: ki