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Rasmus Lauge
Grenzenlose Leidenschaft

Tormangel in Minden

24.08.2013 -DKB Handball-Bundesliga: 23:18 – Abwehr ist schon in Form

Die ersten Punkte sind im Sack. Zum Auftakt der neuen Saison in der DKB Handball-Bundesliga behauptete sich die SG Flensburg-Handewitt bei GWD Minden mit 23:18 (11:10). Diese torarme Partie diktierten die beiden Abwehrreihen. „Wir hatten eine sehr gute Defensive", analysierte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Im Angriff geht es noch besser, aber zum Saison-Auftakt mussten wir uns erst einmal an die raue Bundesliga-Luft gewöhnen."

Die neue Saison der DKB Handball-Bundesliga läuft. Es dauerte etwas mehr als zwei Minuten, da durften die zahlreich mitgereisten SG-Fans das erste SG-Tor der frischen Spielzeit feiern: Steffen Weinhold hatte sich ein Herz genommen und das zwischenzeitliche 1:1 markiert. Insgesamt musste allerdings konstatiert werden, dass die SG den Wettkampf-Rhythmus zunächst noch nicht hundertprozentig gefunden hat. Die SG, die im Rückraum zunächst Steffen Weinhold, Thomas Mogensen und Drasko Nenadic aufbot, hatte gewisse Anlaufschwierigkeiten. In zehn Minuten vermochte der Super-Cup-Sieger nur zwei Treffer zu produzieren.

Zum Glück klappte auch bei den Mindenern, die auf ihren routinierten Spielmacher Dalibor Doder verzichten mussten, nicht alles. Ein Rückhalt war einmal mehr Mattias Andersson. Der SG-Keeper kaufte bei einem Siebenmeter Aljoscha Schmidt den Schneid ab und war auch auf den GWD-Scharfschützen Nenad Bilbija sehr gut vorbereitet. In der 11. Minute markierte Anders Eggert mit dem 2:3 die erste SG-Führung – mit einem eiskalt verwandelten Strafwurf.

Die Tore tröpfelten weiterhin zäh. Dann war es die SG, die etwas überzeugender agierte. Drasko Nenadic aus dem Rückraum und Lasse Svan, der diesmal auf Rechtsaußen anfing, erhöhten auf 4:7. Team-Time-Out bei den Gastgebern, die danach in die Partie zurückkehrten und beim 8:8 wieder ausglichen. Als Michael Knudsen einen Konter abschloss, stand zumindest fest, dass sich die SG-Akteure mit einem kleinen Vorsprung die Kabinen-Ansprache ihres Trainers Ljubomir Vranjes anhören durften. Die zweite Hälfte begann verfahren mit Ballverlusten und Fahrkarten auf beiden Seiten. Die SG-Deckung stand jedoch sehr solide, und auch die Linkshänder Holger Glandorf und Steffen Weinhold behielten den Überblick. Ihre Pässe nahmen Jacob Heinl und Lasse Svan dankend an und erhöhten auf 10:13.

Die Grün-Weißen verkürzten zwar noch zwei Mal auf ein Tor, doch die SG bekam die Angelegenheit nun zunehmend in Griff. „Nach einer hektischen ersten Hälfte haben wir im Angriff mit mehr Ruhe und Routine gespielt", meinte Lasse Svan. „Die Abwehr und Mattias Andersson haben ohnehin überragend zusammengearbeitet." Der dänische Rechtsaußen selbst hatte Pech. Bei einem Sprung in den Kreis hatte er einen Schubser erhalten, die Balance verloren und landete auf seiner leicht lädierten Hand. Die Partie war für ihn vorzeitig zu Ende. „Wir müssen morgen einmal sehen, was damit ist", sagte Lasse Svan. „Es fühlt sich aber nicht so schlimm an wie bei der Verletzung im Juli."

Auch ohne ihn zog die SG davon. Mit seinem fünften verwandelten Siebenmeter erzielte Anders Eggert das 15:20. Zwar schlich sich Minden noch einmal heran, brachte die Gäste aber nicht mehr in Verlegenheit. „So ein hartes Spiel muss man erst einmal gewinnen", meinte Dierk Schmäschke, der sich darüber freute, dass der Sieg letztendlich sogar deutlicher ausfiel als in der letzten Spielzeit.

Ein Dank an die Fans. Fotos: Ingrid Anderson-Jensen

 

GWD Minden – SG Flensburg-Handewitt 18:23 (10:11)
GWD Minden: Persson (bei zwei 7m), Vortmann (16 Paraden) – Schäpsmeier (5), Fuchs, Südmeier (1), Torbrügge, Tesch (2), Oechsler, Svavarsson, Schmidt (2/1), Svitlica (7/2), Freitag, Bilbija (1)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (17/1 Paraden) – Karlsson, Nenadic (2), Eggert (9/6), Glandorf (1), Mogensen (2), Svan (2), Weinhold (2), Heinl (1), Gottfridsson (2), Radivojevic, Knudsen (2)
Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen); Zeitstrafen: 18:10 Minuten (Tesch 6, Schäpsmeier 4, Torbrügge 4, Schmidt 2, Freitag 2 – Karlsson 2, Weinhold 2, Eggert 2, Knudsen 2, Heinl 2); Rote Karte: Tesch (58.; dritte Hinausstellung); Siebenmeter: 4/3:6/6 (Andersson hielt gegen Schmidt); Zuschauer: 1920
Spielverlauf: 1:0 (1.), 2:1 (5.), 2:3 (11.), 3:5 (16.), 4:7 (19.), 6:7 (21.), 8:8 (25.), 9:9 (29.), 9:11 (30.) – 10:13 (35.), 12:13 (37.), 13:14 (38.), 13:16 (43.), 14:18 (48.), 15:20 (55.), 18:20 (58.) 

Von: ki